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Donauwörth

31.01.2019

Ankerzentrum: Streit um Gaskocher eskaliert

Im Ankerzentrum in Donauwörth ist es wegen eines Gaskochers zu einem Tumult gekommen.
Bild: Wolfgang Widemann (Archivbild)

Wieder kommt es in der Asylunterkunft in Donauwörth zu einem Tumult. Es ist der dritte Vorfall innerhalb von fünf Tagen.

Zum dritten Mal innerhalb von fünf Tagen hat es am Mittwoch im Ankerzentrum in Donauwörth Rabatz gegeben. Erneut rückte ein größeres Polizeiaufgebot an. Nach Informationen unserer Zeitung sollen es um die 20 Streifen gewesen sein. Glücklicherweise beruhigte sich die Lage rasch wieder.

Wie das Polizeipräsidium Schwaben Nord mitteilt, gab es gegen 17 Uhr in der Unterkunft eine Auseinandersetzung. Das Sicherheitspersonal entdeckte in einem Zimmer einen Gaskocher. Der ist dort laut Hausordnung nicht zulässig. Die Mitarbeiter wollten deshalb das Gerät mitnehmen. Ein Gambier war damit nicht einverstanden. Der 23-Jährige schlug erst mit dem Kocher nach den Mitarbeitern und ging anschließend mit Fäusten auf sie los. Der junge Mann musste am Boden fixiert werden.

Polizei kommt bis aus Mittelfranken und Württemberg

Zwischenzeitlich solidarisierten sich rund 30 Mitbewohner und wollten die Maßnahme verhindern. Die Polizei wurde alarmiert und rückte nach eigenen Angaben „mit starken Kräften an“. Die kamen bis aus Gersthofen sowie dem angrenzenden Mittelfranken und Württemberg.

Beim Eintreffen der Beamten hatte sich die Aufregung aber bereits weitgehend wieder gelegt. Nur der 23-Jährige war nach wie vor aggressiv. Ihm mussten die Beamten Handschellen anlegen. Die Gesetzeshüter nahmen den Afrikaner in Gewahrsam, um weitere Störungen zu vermeiden.

Drei Sicherheitsdienstmitarbeiter und der Beschuldigte erlitten leichte Verletzungen. Der Gambier muss sich nun wegen des Verdachts der Körperverletzung verantworten. Er wird aber auch wegen eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz angezeigt, da bei ihm eine kleine Menge Marihuana gefunden wurde.

Ärger bei Brandschutzübung und wegen Handy

Am vorigen Freitagabend hatte die Polizei anrücken müssen, weil es bei einer Brandschutzübung zu einem Tumult kam. Bewohner eines Hauses weigerten sich zunächst, ein Gebäude zu verlassen. Als sie dann versuchten, vorzeitig in dieses zurückzukehren, gab es Gewalttätigkeiten gegenüber dem Sicherheitspersonal.

Am Montag stritten sich drei Afrikaner um ein Handy. Es mischten sich andere Asylbewerber mit ein, sodass erst der Ordnungsdienst und dann die Polizei eingreifen mussten. (wwi/dz)

Lesen Sie auch: Ankerzentrum: Brandschutzübung endet mit Tumult

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