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Donauwörth

04.10.2019

Ankerzentrum wird ab Weihnachten geschlossen

Seit 1. August 2018 ist das Ankerzentrum in der ehemaligen Alfred-Delp-Kaserne in Donauwörth in Betrieb. An Weihnachten 2019 soll Schluss sein.
Bild: Manuel Wenzel

Plus Bei der Bürgerversammlung in der Parkstadt erklärt OB Armin Neudert den jetzt abgestimmten Zeitplan mit der Regierung. Wie die Asylbewerber verlegt werden.

Im neuen Alfred-Delp-Quartier wird womöglich ein großer Versammlungsraum geschaffen. Bei der Bürgerversammlung in der Parkstadt diese Woche wäre er bereits von Vorteil gewesen. Dicht gedrängt saßen die zahlreichen und diskussionsfreudigen Bürger bei der Informationsveranstaltung der Stadtverwaltung für diesen Stadtteil im Mehrgenerationenhaus.

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Oberbürgermeister Armin Neudert hatte ganz frische Nachrichten in Sachen Ankerzentrum dabei: Die Regierung von Schwaben hat mit der Stadt Donauwörth jetzt den Zeitplan zur Auflösung des Ankerzentrums auf dem Schellenberg abgestimmt: Zug und Zug werden bereits jetzt und in den kommenden Wochen die derzeit in Donauwörth untergebrachten Asylbewerber in andere schwäbische Einrichtungen verlegt. Mit Beginn der Weihnachtsferien werden nach Auskunft der Regierung keine Asylbewerber mehr im Donauwörther Ankerzentrum untergebracht sein. In den darauffolgenden Wochen finden noch bauliche und organisatorische Abwicklungsarbeiten statt, die nach Absprache mit der Regierung bis Ende Februar abgeschlossen sein werden. Neudert: „Nach Weihnachten werden keine Flüchtlinge mehr im Ankerzentrum wohnen!“ Damit könne die Entwicklung des ehemaligen Kasernengeländes intensiv vorangetrieben werden.

Kaufverhandlungen mit BIMA laufen

Die Kaufverhandlungen mit der Eigentümerin, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, laufen, so dass der Kauf nach der Übergabe durch die Regierung im ersten Quartal 2020 erfolgen können soll. Anschließend geht es an den Abriss der bestehenden Gebäude. Die Aufstellung des Flächennutzungsplans für das künftige Alfred- Delp-Quartier wurde von Stadtrat am vergangenen Montag beschlossen und umfasst das gesamte Areal von insgesamt 30 Hektar.

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Planerin erklärt wie das neue Quartier aussehen wird

Rita Lex-Kerfers vom Stadtplanungsbüro Morpho-Logic aus München erläuterte den Parkstädtern die Plangrundlagen. Im südlich angedachten, extensiv und naturbelassenen Landschaftspark soll die Sternschanze als Naturdenkmal deutlich in Erscheinung treten. Die große Chance einer parkähnlichen Struktur wird fortgesetzt und führt, so die Planerin „zu einem grünen Herz in der Mitte des Planbereichs“, ein Platz mit multifunktionaler Nutzung für alle Generationen. Mit einem durchgängigen Wegesystem ist die Anbindung des Parkstadtbereichs angedacht und soll zu den „Aussichtsfenstern“ um den einzigartigen Grüngürtelbestand führen. Nach den Ausführungen von Bernd Fischer vom Stadtplanungsamt kann eine Vielzahl von Wohnbauformen realisiert werden, die in drei Bauabschnitten für bis zu 2.500 Einwohnern Wohnraum bieten sollen. Die Umsetzung im ersten Bauabschnitt wird zeitnah und die Anpassung der weiteren Abschnitte Nachfrage orientiert umgesetzt. Bauplatzreservierungen, insbesondere privater Interessenten sind bei der Liegenschaftsverwaltung bereits möglich, wurde bekannt gegeben.

Zubringer zur B2 verlegen?

„Bei der Entwässerung wird alles getan, um Hochwasserereignisse zu vermeiden“ sicherte Manfred Deutschmann als Vorstand des Kommunalunternehmens den besorgten Anwohnern der Dr.-Loeffelad-Straße zu. Zwingend erforderlich ist ein neuer Trinkwasser-Hochbehälter, dessen Standort aus dem Kasernengelände in eine Fläche gegenüber des Freibads verlegt wird. Immense Kosten würde die Umlegung des Zubringers zur Bundesstraße 2 beim Parkhotel verursachen. Die vorbereitenden Untersuchungen hätten nach Aussage von Bernd Fischer eine Änderung der Gefahren auslösenden Anbindung leider nicht vertretbar erscheinen lassen.

Gas-Versorgung sorgte für Diskussion

Wie nicht anders zu erwarten, sorgte insbesondere die Fernwärmeversorgung zu Diskussionsstoff. „Beschlüsse des Stadtrates könnten nur mit neuen analytischen Fakten änderbar werden“ betonte der Oberbürgermeister zur „Gas-Entscheidung“ (wir berichteten mehrfach). Private Einzellösungen werden sicher nicht ausgeschlossen sein, war zu hören.

Zahlreiche Wortmeldungen und Anregungen waren diskussionswürdig, können ihren Niederschlag aber erst bei der Aufstellung der Bebauungspläne finden. Um sich über die Grundzüge der Stadtentwicklung ein persönliches Bild machen zu können, lud OB Neudert zu einer neuerlichen Führung durch den Konversionsbereich am 26. Oktober um 10 Uhr ein. (mit pm)

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