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Donauwörth

13.06.2019

Asylbewerber droht über das Telefon

Vergangene Woche herrschte Aufregung im Landratsamt nach dem Droh-Anruf eines Asylbewerbers.
Bild: Ulrike Eicher

Nach negativem Bescheid ruft der Mann erbost im Landratsamt an. Dort alarmiert man die Polizei.

Ende der vergangenen Woche hat im Landratsamt in Donauwörth gewisse Aufregung geherrscht: Ein Asylbewerber hatte einen negativen Bescheid erhalten, woraufhin er am Donnerstag bei der zuständigen Quartiermanagerin anrief und „sehr ungehalten“ war. So schildert Gabriele Hoidn von der Pressestelle den Vorfall auf Nachfrage.

Der Mann, ein 31-jähriger türkischer Staatsangehöriger, habe über das Telefon auch die Mitarbeiter der Kreisbehörde bedroht. Er habe darauf hingewiesen, dass diese Information weitergegeben werden sollte und dies als „Vorwarnung“ gilt.

Hilfen hat er abgelehnt

Er hatte Hoidn zufolge zuvor die angebotene Hilfen von Beratungsstellen abgelehnt. Im Landratsamt stufte man nach Rücksprache mit den Betreuungspersonen und Fachkräften die Ernsthaftigkeit der Drohung ein.

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„Im konkreten Fall haben wir neben der Verständigung der Polizei unseren Sicherheitsdienst sowie weitere Personen und mögliche betroffene Bereiche entsprechend informiert und gebeten, die Türen entsprechend zu schließen, bis die Person durch die Polizei angesprochen werden konnte“, berichtet Hoidn. Grundsätzlich gebe es im Landratsamt verschiedene Sicherheitsansätze – auch technischer Art –, die ständig überprüft und auch fortgeschrieben werden.

„Gefährderansprache“ der Beamten

Die Pressesprecherin weist darauf hin, dass Asylbewerber ihre Bescheide per Einschreiben erhalten, wobei eine Rechtsbehelfsbelehrung beiliegt. Einen Vorfall wie den vorige Woche habe es in dieser Form heuer noch nicht gebeben, sagt Hoidn. Der 31-Jährige sei schließlich von den Gesetzeshütern in seiner Wohnung angetroffen und zur Rede gestellt worden.

Dabei handelte es sich um eine sogenannte „Gefährderansprache“, wie Inspektionsleiter Thomas Scheurer auf Nachfrage erklärt. Zu diesem Zeitpunkt habe sich der Mann aber schon wieder beruhigt gehabt, sodass von keiner weiteren Aggression ausgegangen werden musste. Was die genauen Worte in Richtung der Behördenmitarbeiter angeht, so hat es sich laut Scheuerer um „keine strafrechtlich relevanten Bedrohungen“ gehandelt. (dz)

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