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Haushalt

23.04.2015

Auf Platz eins im Landkreis

Georg Vellinger

Gemeinderat Buchdorf verabschiedet Rekordetat. Die Steuer- und Umlagenkraft ist einmalig

Der Haushalt der Gemeinde Buchdorf schließt heuer mit 15,5 Millionen Euro ab. Die große Unbekannte ist die Gewerbesteuer. „Wir sind vorsichtig“, sagt Vellinger zum Etat, der bei einer Gegenstimme mit großer Mehrheit verabschiedet wurde. Große Projekte stehen in diesem Jahr nicht an: Jetzt sollen erst einmal die Restschulden für die Großmaßnahmen bezahlt werden, die zuletzt gestemmt worden seien.

Der Etat geht für 2015 von einem leichten Einbruch bei den Einnahmen aus der Gewerbesteuer aus. „Wir haben bewusst tiefgestapelt“, erläutert der Bürgermeister. Für Ende des Jahres rechnen er und Kämmerer Günter Baumgart mit acht Millionen Euro, die aus der Gewerbesteuer in den Gemeindesäckel fließen.

Die Gemeinde kann sich beruhigt auf ein großes finanzielles Polster stützen. „Die Jahresrechnung kann sich sehen lassen und so haben sich sehr positive Vorzeichen für den aktuellen Haushalt ergeben“, sagt Vellinger. Und nicht ohne Stolz fügt er an: „Nach wie vor liegen wir mit unserer Steuer- und Umlagenkraft von über 2600 Euro je Einwohner auf Platz eins im Landkreis – vor Bäumenheim, Mertingen, Monheim, Donauwörth und Nördlingen.

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Größter Ausgabeposten bleibt die Kreisumlage, die mit mehr als zwei Millionen zu Buche schlägt. Den Wandel in der Kommune symbolisiert die Einkommenssteuerbeteiligung: Von 265000 Euro im Jahr 1990 ist sie mittlerweile auf über eine Million Euro hochgeschnellt.

In diesem Jahr soll weiter konsolidiert werden. „Aber auch geplant“, wendet der Bürgermeister ein. Mittel für Bauland seien im Etat vorgesehen, aber auch dafür, eine vorbereitende Untersuchung zur Realisierung eines möglichen neuen Dorfzentrums anzustoßen. Knapp 100000 Euro wird die Neuanschaffung eines Fahrzeugs für die Feuerwehr im Ortsteil Baierfeld verschlingen, eine ähnliche Summe steht für die Ersatz- und Neubeschaffungen für den Bauhof im Haushaltsplan.

Im Finanzplan für die nächsten Jahre finden sich auch wieder Investitionen. Der Neubau eines Rathauses, gegebenenfalls eines Ärztehauses und die Erneuerung verschiedener Straßen werden genannt. Die notwendigen Entscheidungen müsste der Gemeinderat im Einzelfall abwägen. Nicht vorbeikommen wird man wohl an der Erschließung neuer Baugebiete. Der Wunsch, sich in Buchdorf niederzulassen, sei jedenfalls ungebrochen.

Das anhaltende Wachstum bewirkt nach Ansicht Vellingers, „dass die entstehenden Kosten auf mehrere Schultern verteilt werden können“. Ausdrücklich erinnerte er bei der Beratung daran, dass man die Hebesätze für die Realsteuern in den vergangenen Jahren mehrmals gesenkt habe, beispielsweise bei der Gewerbesteuer auf 290 Punkte. Der anhaltende Zuzug sichere infrastrukturelle Einrichtungen.

Dass Buchdorf erneut ohne Kreditaufnahmen auskomme, ist für Ursula Kneißl-Eder (Frauenliste Buchdorf-Baierfeld“ bemerkenswert. Aus volkswirtschaftlicher Sicht sei es ein idealer Zeitpunkt für Investitionen, „ja schon ein Auftrag“. Der Haushalt sei ein ehrliches und solides Werk. Der Neubau eines Rathauses in der Dorfmitte würde von weiten Teilen der Bevölkerung akzeptiert. Interessant sei, dass für Bepflanzungen ebenso viel investiert werde wie für die vorbereitenden Untersuchungen für das Dorfzentrum.

Eine gestiegene Bedeutung des Ortes erkennt Georg Reiner (CSU/FB/Junge Bürger/Baierfelder Liste) im Zahlenwerk. Durch mutige Investitionen habe der Gemeinderat in der Vergangenheit die Infrastruktur entscheidend verbessert. Während Reiner weiteren Grunderwerb begrüßte, kritisierte Paula Haunstetter (PWG), dass die Einnahmesituation hier zu niedrig sei. Sie stimmte gegen den Haushalt, nachdem sie einen Beitrag des Fraktionsvorsitzenden Günther Otto verlesen hatte.

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