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Fossilien

02.04.2019

Auf der Suche nach dem Archäopterix

Auch für Kinder und Familien ein Fossilienparadies: der Besuchersteinbruch am Schaudiberg zwischen Mühlheim und Tagmersheim.
Bild: Edgar Mayer

Im Besuchersteinbruch am Schaudiberg können Schatzsucher nach Versteinerungen klopfen. Die dortige Gesteinsformation gilt als reichhaltig und ist auch bei Geologen beliebt

Fosillienbegeisterte Sammler können sich ab sofort wieder auf die Suche nach den Spuren des Urvogels Archäopterix, eines Krokodils oder anderer versteinerter Spuren aus längst vergangenen Zeiten begeben: Der Besuchersteinbruch am Schaudiberg bei Mühlheim (nahe Rögling) hat seine Pforten wieder geöffnet. Jeder hat die Chance, Reste des Urvogels zu finden. Und jeder wird am Ende mit einem Sammlerstück nach Hause gehen. Von diesem Qualitätsmerkmal sind Roland Pöschl und Uli Leonhardt, Eigentümer des Bruchfeldes, überzeugt.

Beide freuen sich schon auf die vielen Gäste, die Jahr für Jahr zu ihnen strömen. Die sogenannten Mörnsheimer Schichten, wie die Gesteinsformationen dort bezeichnet werden, sind um einige Millionen Jahre jünger sind als die 150 Millionen Jahre alten Solnhofer Schichten und sind ausgesprochen reich an Fossilien. Die vielen, auch wissenschaftlich bedeutsamen Funde in den vergangenen Jahren unterstreichen dies. Namhafte und renommierte Geologen und Archäologen geben sich inzwischen am Besuchersteinbruch in Mühlheim die Klinke in die Hand. Dies dürfte auch in diesem Jahr der Fall sein, denn wie Roland Pöschl mitteilt, haben sich schon wieder Gruppen aus der ganzen Welt angemeldet.

Der Besuchersteinbruch, idyllisch im Gailachtal gelegen, lädt neben der aktiven Fossiliensuche wegen seiner tollen Fernsicht auch zum Schauen und Verweilen ein. Genüsslich kann man auch in einer Pause zur Mittagszeit ein Schnitzelbrot genießen, am besten in einer der urigen Steinbrecherhütten. Diese eignet sich auch für kleine Betriebsfeierlichkeiten, so Pöschl. Auch Schulklassen lädt Pöschl herzlich ein, nach Mühlheim zu kommen und dort Erdgeschichte live und lebendig zu erleben und zu erfahren. Noch ganz neu ist ein Lehrpfad, der die Geologie und das Profil der Steinbrüche, vor allem der sogenannten „Mörnsheimer Schichten“ sowie deren immensen Fossilienreichtum aufzeigt. An mehreren Tafeln wird dargestellt, welche Fossilien man in welchen Schichten finden. Dabei geht der Chef persönlich zur Hand.

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Roland Pöschl leitet seine Gäste an, wie man sich professionell auf Fossiliensuche begibt. Weiterhin ist auf dem Lehrpfad zu sehen, wie sich die Lagunen in der Vorzeit gebildet haben und vor allem wie man in der Vorzeit in den Steinbrüchen um Mörnsheim und Mühlheim die Solnhofer Platten geborgen hat. An weiteren Tafeln wird gezeigt, wie die Solnhofer Platten im Wohnungsbau, vom Dach bis zu den Böden zum Einsatz kommen. Informationen zur Lithografie, jenes durch Alois Senefelder im Jahre 1798 entwickelten Verfahren, das zur bahnbrechenden Flachdrucktechnik führte, runden das Informationsangebot ab.

Das Fachwerkzeug kann selbstverständlich ausgeliehen werden, auch in Kombination mit einer 60-minütigen Führung, die Roland Pöschl seinen Gästen anbietet. Der Preis beträgt 10 Euro pro Person – inklusive Werkzeug. Freie Terminvereinbarung ist unter 0172/8566745 möglich, aber auch spontan vor Ort. Weitere Informationen, auch über die besten Anfahrtsmöglichkeiten, bietet die Homepage www.besuchersteinbruch.de. (max)

Öffnungszeiten: Bis 3. November täglich (auch samstags, sonntags, feiertags), auch bei schlechtem Wetter von 10 bis 16 Uhr. Kontakt: 0160/ 91429182, 09145/ 839042, Fax 09145/ 836976.

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