1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Auf diesen Straßen baut der Landkreis

Donau-Ries-Kreis

14.09.2019

Auf diesen Straßen baut der Landkreis

Die Ortsdurchfahrt Oberndorf ist eine von mehreren Kreisstraßen, die heuer und im kommenden Jahr saniert werden.
Bild: Wenzel

Es laufen bereits Maßnahmen, manche stehen kurz bevor. Auch für das Jahr 2020 gibt es schon Planungen. Ein Überblick über die Projekte.

Auch im verbleibenden Jahr 2019 sowie 2020 stehen im Landkreis Donau-Ries wieder eine Reihe an Straßenbaumaßnahmen an. Landrat Stefan Rößle verdeutlicht, dass die stetige Erneuerung des Kreisstraßennetzes mit einer Länge von insgesamt 308 Kilometern einen wesentlichen Einfluss auf die gute Infrastruktur im Landkreis Donau-Ries hat. Deshalb seien ihm Investitionen für die Erhaltung eines funktionsfähigen Straßennetzes ein besonderes Anliegen. Für die erforderlichen Baumaßnahmen investiert der Landkreis in den Jahren 2019 und 2020 deshalb knapp 10 Millionen Euro.

Die Tiefbauverwaltung im Landratsamt unter der Leitung von Gerhard Schappin ist für die Umsetzung aller Straßenbaumaßnahmen im Kreisstraßennetz verantwortlich. Neben dem Straßenausbau werden auch Deckenbaumaßnahmen und Oberflächenbehandlungen durchgeführt, um ein möglichst wirtschaftliches Gesamtergebnis zu erzielen. Aber auch die Instandsetzung der Brücken und Durchlässe findet in den Ausbauplänen vermehrt Berücksichtigung, heißt es aus dem Landratsamt.

Der Ausbau der Ortsdurchfahrt Riedheim (DON 34) wurde bereits im Juli abgeschlossen, gleiches gilt seit Kurzem für den Ausbau der Ortsdurchfahrt Niederschönenfeld (DON 29), wie Schappin informiert. Es stehen aber für heuer noch weitere Projekte an, zudem gibt es Planungen für 2020. Hier ein Überblick:

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Ausbau Kreisstraßen 2019

  • DON 38, Ausbau Ortsdurchfahrt Oberndorf
  • „Aufgrund der unstetigen Streckenführung, der schlechten Sichtverhältnisse und der mangelnden Straßenentwässerung muss der Streckenabschnitt zwischen der Einmündung nach Merzingen bis nach Hohenaltheim ausgebaut werden“, sagt Schappin. Die Straßenführung entspräche nicht mehr den verkehrstechnischen Anforderungen. Durch den sehr schmalen und unübersichtlichen Streckenverlauf ist Schappin zufolge die Verkehrssicherheit erheblich beeinträchtigt. Neben der Fahrbahn seien auch, die viel zu schmalen Bankette stark geschädig, die einen hohen Unterhaltungsaufwand nach sich ziehen. Durch den Ausbau soll einerseits die Tragfähigkeit insbesondere für die landwirtschaftlichen Fahrzeuge erhöht werden, andererseits soll der breitere Straßenquerschnitt einen besseren Begegnungsverkehr gewährleisten. Der Tiefbauamtsleiter weiter: „Aber auch wegen des sehr schlechten Straßenzustandes ist die Maßnahme aus Sicht der Tiefbauverwaltung dringend notwendig.“ Der Ausbau schließt an den bereits abgeschlossenen Teilabschnitt aus Richtung Mönchsdeggingen an. Somit werde ein durchgehend einheitlicher Straßenquerschnitt sowie eine gleichmäßige Straßenqualität von Mönchsdeggingen bis nach Hohenaltheim sichergestellt. Die Ausbaulänge beträgt insgesamt zwei Kilometer. Aller Voraussicht nach könne im Herbst bereits mit dem Oberbodenabtrag für die archäologischen Untersuchungen begonnen werden. Ebenfalls im Herbst sollen die Arbeiten für den Ausbau der Ortsdurchfahrt in Wörnitzostheim beginnen. Neben der Ortsdurchfahrt werden auch die beidseitigen Gehwege erneuert. Die Länge des innerörtlichen Ausbaubereiches beträgt rund 460 Meter. Die Baumaßnahme ist aus Sicht der Tiefbauverwaltung dringend notwendig, da die Ortsdurchfahrt zahlreiche Schadstellen wie Verdrückungen, Spurrinnen und Risse aufweist und kein funktionsfähiger Straßenaufbau vorliegt. Zusätzlich zur Ortsdurchfahrt werde zu einem späterem Zeitpunkt auch der Streckenabschnitt von Wörnitzostheim bis zum Kreisverkehr in östlicher Richtung auf einer Gesamtlänge von circa 655 Metern ausgebaut. Der Straßenquerschnitt wird dabei auf einheitlich sechs Meter verbreitert und die Tragfähigkeit grundlegend erhöht.

Ausbau Kreisstraßen 2020

Im Zuge der Bauarbeiten an der Kreisstraße DON 15 wird auch die Brücke über die Wörnitz am östlichen Ortsausgang von Wörnitzostheim saniert. Grund hierfür seien schadhafte Kappen und der undichte beziehungsweise stark geschädigter Fahrbahnbelag. Das eindringende Wasser, mit Tausalzen vermengt, führte dadurch im Laufe der Zeit zu massiven Betonkorrosionen und Abplatzungen am Überbau. Das Vorhaben soll Anfang 2020 beginnen.

  • DON 15, Sanierung der Wörnitzbrücke bei Wörnitzostheim
  • DON 15, Erneuerung Brücke über den Pointgraben bei Wörnitzostheim Ebenfalls in diesem Streckenabschnitt liegt die Brücke über den Pointgraben, die nicht mehr den verkehrlichen Anforderungen des Straßenverkehrs entspricht.
  • DON 34, Neubau Brücke über Kleine Paar in Riedheim Im Anschluss an die Straßenbauarbeiten in Riedheim wird die Brücke über die Kleine Paar durch einen Neubau ersetzt. Im Zuge der Bauwerksprüfungen hat man an der Brücke über die Kleine Paar Schäden im Bereich des Überbaues festgestellt. Da auch die Gründungsbauteile starke Chlorideintragungen aufweisen, sei eine wirtschaftliche Sanierung nicht möglich. Während der Bauarbeiten wird der Verkehr aufgrund der Vollsperrung nahräumig umgeleitet. Für die Fußgänger wird eine Behelfsbrücke eingerichtet. Auch diese Bauarbeiten starten Anfang 2020.
  • DON 18, Ausbau westlich Otting Die Kreisstraße DON 18 wird auf einer Gesamtlänge von 2,3 Kilometern ausgebaut. Dadurch kann auch der stellenweise ungünstige Fahrbahnverlauf entschärft werden.
  • DON 37, Ausbau südlich Heroldingen Ebenfalls nächstes Jahr führt der Landkreis den Ausbau der Kreisstraße DON 37 zwischen Heroldingen und Katzenstein durch. Der Streckenabschnitt der Kreisstraße südlich von Heroldingen sei durch den überdurchschnittlichen hohen Schwerlastverkehr sowie durch den Umleitungs- und Ausweichverkehr der B25 stark belastet und zeige ein entsprechendes Schadensbild wie Spurrinnen und Verdrückungen auf. „Diese beeinträchtigen gerade bei Regen erheblich die Verkehrssicherheit“, so Schappin.

Die Ortsdurchfahrt von Oberndorf wird derzeit zusammen mit den beidseitigen Gehwegen auf einer Länge von 1100 Metern ausgebaut. Die vorhandene Fahrbahn weise starke Schäden wie Spurrinnen sowie Frostaufbrüche und eine Vielzahl von Rissen auf, so Schappin. Der vorhandene Oberbau sei nicht frostsicher, unterdimensioniert und somit nicht ausreichend tragfähig. Die Entwässerung sei mangelhaft und nicht mehr funktionsfähig. „Auch die Gehwege erfüllen aufgrund ihrer Beschaffenheit und ihrer Breite nicht mehr den heutigen Anforderungen.“ Im Zuge des Ausbaues werden auch in Oberndorf die Versorgungsleitungen neu hergestellt. Die Ortsdurchfahrt wird voraussichtlich im November fertiggestellt.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren