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Landkreis

09.05.2018

Augen auf für Geschichte und Kultur

Werke bildender Kunst (hier im KunstMuseum Donau-Ries), aber auch Zeugnisse längst vergangener Tage und geschichtliche Ereignisse sind am Internationalen Museumstag zu erleben.
Bild: Wolfgang Widemann

Beim Internationalen Museumstag am Sonntag öffnen zahlreiche Einrichtungen ihre Pforten. Sie bieten Führungen und Aktionen.

Bunte Programme, charmante Orte und lebendige Geschichte: Wenn am kommenden Sonntag, 13. Mai, der Internationale Museumstag stattfindet, öffnen auch im Donau-Ries-Kreis wieder zahlreiche historische Stätten ihre Pforten, um in das Flair vergangener Zeiten zu entführen. Mindestens elf Museen in unserem Landkreis beteiligen sich mit Aktionen an diesem Tag, laden zum Schauen, Staunen und vielfach auch zum Mitmachen ein. Hier eine Übersicht über die Einrichtungen, die sich bei unserer Zeitung gemeldet haben:

Donauwörth Alle Museen der Stadt Donauwörth laden bei freiem Eintritt zum Besuch ein. Im Käthe-Kruse-Puppen-Museum ist die neue Sonderausstellung „Schätze aus der Sammlung Riemersma“ zu sehen, in der die schönsten Puppenszenen aus der herausragenden Käthe-Kruse-Sammlung der Niederländerin Tiny Riemersma gezeigt werden (siehe auch eigenen Artikel auf Seite 32 dieser Ausgabe). Um 15 Uhr gibt es Gelegenheit, an einer kostenfreien Führung teilzunehmen. Für Kinder ist ein kreatives Programm im Puppenmuseum geboten. Sie können von 11 bis 18 Uhr fantasievolle Stabpuppen bauen. Um 14 Uhr gibt es eine Kinderführung durch die Sonderausstellung, in der es viel zu entdecken gibt. Das Käthe-Kruse-Puppen-Museum wie auch die Werner-Egk-Begegnungsstätte (beide in der Pflegstraße 21a) haben von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Das Haus der Stadtgeschichte mit Lovriner Heimatstube (Spitalstraße 11) und das Heimatmuseum (Museumsplatz 2) können von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden.

Wemding Das KunstMuseum Donau-Ries (Jahnstraße 1) öffnet am Sonntag, 13. Mai, um 14.30 Uhr. Dort heißt das Thema „Netzwerke – Das Museumsatelier als Begegnungsort für Jüngere, Junggebliebene und Familien“. Museumsleiterin und Künstlerin Annette Steinacker-Holst lädt dazu ein, die Afrika-Ausstellung mit über 200 afrikanischen Masken und Skulpturen sowie die Fotografien und Gemälde von Bernd Schottdorf zu besuchen. Danach erarbeiten Kinder und Erwachsene ihr eigenes Höhlengemälde mit Rieser Pigmentfarben und Kohlestiften im großen Museumsatelier. Die Arbeiten können mit nach Hause genommen werden. Für Mütter gibt es an diesem Muttertag freien Kaffee.

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Eintritt und Workshop kosten sechs Euro pro Person. Anmeldungen werden erbeten unter Telefon 0160/4686434.

Harburg Zum Internationalen Museumstag bietet Schloss Harburg um 11.30 und um 14.30 Uhr Kinderführungen an. Anmeldungen dazu sind nicht notwendig. Eintritt und Führung kosten pro Kind vier Euro. Gezeigt wird das Leben auf der Burg in verschiedenen Jahrhunderten: Verteidigungsanlagen, Verlies und Gefängnisse, Gerichtszimmer und vieles mehr.

Außerdem kann die Rudolf-Warnecke-Ausstellung mit dem regulären Eintrittspreis in den Burghof kostenlos von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden. Die Ausstellung befindet sich in den Räumen des Fürstenbaus und zeigt neben den Gemälden, die der Künstler unter anderem entlang der Romantischen Straße gemalt hat, eine grandiose Aussicht über Harburg und das Wörnitztal.

Nördlingen Faszination Eisenbahn können Besucher im Bayerischen Eisenbahnmuseum (Am Hohen Weg 6a) von 10 bis 16 Uhr erleben. In kostenlosen Führungen wird der Bahnbetrieb von anno dazumal erklärt. Kinder kennen das nur noch aus Erzählungen ihrer Eltern und Großeltern. In Nördlingen können sie alles aus nächster Nähe bei einer Werkstattführung kennenlernen.

Nördlingen Im Stadtmuseum (Vordere Gerbergasse 1) ist am Internationalen Museumstag für Kinder die Aktion „Himmel oder Hölle“ geboten. Von 13.30 bis 16.30 Uhr ist unter diesem Motto geöffnet. Um Himmel und Hölle drehte sich fast alles im Leben der Menschen im Mittelalter. In der neuen Ausstellung suchen die Gäste zusammen mit dem Museumsteam die Spuren dieser Leute. Ein spielerisches Suchrätsel hilft Groß und Klein dabei. Für die richtige Lösung gibt es sogar einen kleinen Gewinn. Außerdem zeigt die Dauerausstellung auf vier Stockwerken die bewegte Geschichte der ehemals Freien Reichsstadt Nördlingen. Handel und Messe, Zunft und Handwerk sowie die Gerichtsbarkeit in der mittelalterlichen Stadt werden durch Originalobjekte illustriert. Ein Schwerpunkt ist die Geschichte des Dreißigjährigen Krieges und die Schlacht bei Nördlingen 1634.

Maihingen „Bunte Warenwelt – Verpackung zwischen Marke und Müll“ lautet das Thema der aktuellen Sonderausstellung im Museum KulturLand Ries (Klosterhof 3 und 8). Von 13 bis 17 Uhr ist am Sonntag geöffnet, um 14 Uhr gibt es eine Familienführung, und im Anschluss daran wird gebastelt. Dabei spüren Kinder und Eltern Fragen nach wie diesen: Was gab es im Tante-Emma-Laden zu kaufen? Wie wird verpackt? Wie funktioniert Werbung? Und warum haben wir heute ein Müllproblem?

Ergänzend dazu kann die Dauerausstellung in zwei denkmalgeschützten Gebäuden einer barocken Klosteranlage besichtigt werden. Sie widmet sich unterschiedlichen Aspekten des ländlichen Lebens im Ries. Auf barrierefreien Rundgängen präsentiert das Regionalmuseum auf einer Fläche von 2400 Quadratmetern eine Auswahl aus seinen reichen Beständen.

Die mit interaktiven Elementen bestückte Ausstellung „Rieser Landwirtschaft im Wandel“ spannt einen Bogen von 1800 bis 1950, von der Handarbeit bis zur Vollmechanisierung. Zahlreiche Medienstationen und Inszenierungen wie Frisiersalon, Krämerladen, Milchhandlung oder Arztpraxen vermitteln außer Wissen auch Spaß. Die Gans Marie führt die jüngeren Besucher auf einem speziellen Kinderpfad durch das Museum.

Oettingen „Bewegt durch die Vergangenheit“ heißt es im Heimatmuseum Oettingen (Hofgasse 14), wo die gleichnamige Ausstellung zwischen 11 und 17 Uhr einlädt. Diese Sonderausstellung ist anlässlich des Historischen Markts geöffnet. Wer Lust hat, kann sich eine „Kundschaft“ ausstellen, wie sie die wandernden Gesellen einstmals bekamen – ein Schriftstück, natürlich mit Feder und Tinte geschrieben.

Rain „Geben ist seliger denn nehmen“ lautet das Motto im Heimatmuseum Rain (Oberes Eck 3). Hinter diesem Titel der neu eröffneten Sonderausstellung verbirgt sich das spannende Thema „Stiftungs- und Geldwesen“. Es geht um Benefizien, Wohltätigkeit und Fürsorge-Einrichtungen in Rain zu einer Zeit, da es noch keinen Sozialstaat gegeben hat. Die Ausstellung dauert bis 14. Oktober und ist am Internationalen Museumstag von 14 bis 16 Uhr geöffnet.

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