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Baugebiet

17.10.2020

Ausgrabungen in Großsorheim verschlingen rund 200.000 Euro

Eine in dieser Fülle rekordverdächtige Zahl an archäologischen Funden ist durch die nummerierten Steckschilder auf dieser Fläche im künftigen Baugebiet Großsorheim-Nord dokumentiert. Die Fachleute stießen bislang auf 1462 Befunde aus Siedlungen, die wohl bis in die Steinzeit zurückreichen.
Bild: Wolfgang Widemann

Plus Für das neue Baugebiet in Großsorheim entstehen hohe Kosten. Das wirkt sich auf den Preis der Bauplätze aus - aber wie?

Die archäologischen Grabungen in Großsorheim sind nicht nur hinsichtlich der Funde rekordverdächtig. Die Experten waren seit dem Winter 2019/20 an insgesamt 104 Arbeitstagen vor Ort. Das hat seinen Preis: Bürgermeister Christoph Schmidt beziffert die bisherigen Kosten auf rund 200.000 Euro. Dies wird auch Auswirkungen auf den Kaufpreis der Grundstücke haben.

In dem Baugebiet sind inzwischen die Erschließungsarbeiten für Kanal- und Wasserleitungen sowie Straßen angelaufen. Diese Trassen haben die Archäologen schon untersucht. Von den insgesamt 26 Bauplätzen sind bislang jedoch nur vier erforscht. Weil es sich bei dem kompletten Areal um eine sogenannte „Verdachtsfläche“ handelt, sind auch dort archäologische Grabungen von Gesetzes wegen angesagt.

Übernimmt die Stadt Harburg einen Teil der Grabungskosten in Großsorheim?

Für die Stadt und vor allem für mögliche Bauherren stellt sich deshalb die Frage, wie sich dies auf den Preis für die Parzellen niederschlägt. Dazu sei momentan keine Aussage möglich, erklärt der Bürgermeister. Damit müsse sich erst der Stadtrat beschäftigen. Die Frage sei, ob die Kommune einen Teil der Kosten für die Ausgrabungen übernimmt oder ganz auf die Grundstücke packt.

Schmidt selbst tendiert dazu, dass die Stadt nicht alles auf die Bauwilligen umlegt: „Wir wollen die Flächen ja attraktiv halten.“

Vom Archäologiebüro Dr. Woidich liegt der Kommune inzwischen ein Pauschalangebot für die noch nicht untersuchten Parzellen vor. Auch hier muss der Stadtrat festlegen, ob er dieses annimmt. Wenn ja, hätte jeder Grundstückskäufer von vorneherein Klarheit.

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