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Tapfheim

06.08.2020

B-16-Umfahrung Tapfheim: Warum es nur zäh vorangeht

Eine Umfahrung für Tapfheim ist seit Jahren Thema, doch so recht vorwärts geht nicht viel.
Bild: Ida König

Plus Vertreter des Staatlichen Bauamts stellen im Gemeinderat den aktuellen Stand zur Umfahrung vor. Eine neue Variante könnte zu noch mehr Verzögerung führen.

Es geht zäh voran. So könnte man das kommentieren, was die Vertreter des Staatlichen Bauamtes dem Gemeinderat in Tapfheim dieser Tage präsentiert haben: Den Stand der Planungen zur Ortsumfahrung. Man sei in der Vorplanung, so die Auskunft von Abteilungsleiter Stefan Greineder. Verschiedene Varianten würden derzeit „ergebnisoffen“ gegeneinander abgewägt.

Auch im Donauwörther Stadtrat wurde der Stand der Überlegungen dargelegt. Das Bauamt habe es sich zum Ziel gesetzt, den gesamten Planungsprozess für die Öffentlichkeit transparent zu gestalten, hieß es dabei. Er habe im Gemeinderat eine „leichte Enttäuschung“ verspürt, dass vom Bauamt so wenig Neuigkeiten mitgeteilt worden seien.

Ein Newsletter informiert aktuell

Was allerdings neu ist: Die Behörde hat auf ihrer Internetseite ein Anmeldeformular eingerichtet. Wer dies ausfüllt, kann einen Newsletter abonnieren, der in „regelmäßigen Abständen über das aktuelle Geschehen rund um das Projekt informiert“.

Wo läge angesichts solch bautechnisch komplizierter Sachlage überhaupt eine „vernünftige Lösung“, fragen sich viele Bürger. Noch keine Informationen gibt es hinsichtlich der zu erwartenden Kosten. Das Geld wäre wohl vorhanden, doch durch die Verzögerungen sei bereits jetzt mit einer Kostenexplosion in Millionenhöhe zu rechnen.

„Leistungsfähig und verkehrssicher“ ausbauen

Die B16 ist in Nordschwaben die einzige bedeutende Ost-West-Achse. Sie dient den autobahnfreien Landkreisen Donau-Ries und Dillingen als Zubringer zum überregionalen Straßennetz und zu den Oberzentren Ulm im Westen und Ingolstadt im Osten. Es sei bedeutsam, so das Staatliche Bauamt, die B16 „leistungsfähig und verkehrssicher“ auszubauen.

Der Ausbau sei vom Bund im Rahmen von mehreren Einzelprojekten in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden. Gleich drei Bauämter sind mit der Angelegenheit befasst: in Augsburg, Ingolstadt und Krumbach.

Naturschützer bringen Tunnelvariante ins Spiel

Unterdessen hat der Bund Naturschutz unlängst eine weitere Möglichkeit in die Diskussion gebracht: Eine sogenannte Tunnelvariante. Die Behörde will auch dies untersuchen lassen. Dazu soll eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden.

Tapfheims Bürgermeister Karl Malz befürchtet, dass eine neue Studie „wieder entsprechend Zeit in Anspruch nehmen wird“. Er könne die Anlieger verstehen, die den Eindruck haben, „dass eine Lösung ständig weiter in die Zukunft geschoben wird“.

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