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Harburg 

26.08.2019

B 25 Sperrung: Bewohner müssen Lkw-Lärm aushalten

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Die Schilder für die kommende Umleitung sind bereits aufgestellt: Ab 2. September ist die B25 zwischen Harburg und Großsorheim komplett gesperrt. Die Heroldinger wissen schon jetzt, dass die zweieinhalb Monate Bauzeit für sie hart werden, denn viele Autofahrer und Laster nutzen den Schleichweg durch ihr Dorf. 
Bild:  Szilvia Iszo

Plus Ab 4. September wird an der B 25 wieder gebaut. Die Heroldinger kämpfen gegen die zu erwartende Blechlawine. Warum eine Sperrung der Ortsdurchfahrt nicht möglich ist.

Wenn kommenden Mittwoch, 4. September, die Bauarbeiten an der B25 zwischen Harburg und Großsorheim beginnen, dann beginnen auch harte Zeiten für die rund 400 Bewohner in Heroldingen. Zweieinhalb Monate ist die Bundesstraße gesperrt, weil das staatliche Bauamt Augsburg den Straßenbelag erneuert. Die wichtige Verbindung zwischen Donauwörth und Nördlingen wird bis mindestens 15. November zu sein. Die offizielle Umleitung führt über Monheim, Wemding und Fessenheim nach Nördlingen.

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170 Unterschriften für eine Sperrung

Doch, dass viele Laster und Autos diesen weiten Umweg nicht fahren wollen, das wissen die Bewohner von Heroldingen nur allzu gut. „Das geht seit 20 Jahren so, dass alle bei uns durchfahren, wenn auf der Bundesstraße was los ist“, sagt der Harburger Stadtrat Peter Martin. Wer nach Nördlingen will, der nimmt die Staatsstraße Richtung Wemding und fährt dann weiter auf die Kreisstraße über Katzenstein nach Heroldingen. Dies war bereits 2015 der Fall, als die B-25-Tunnel bei Harburg monatelang gesperrt waren. Damals gab es in Heroldingen massive Proteste. Auch, als der B-25-Abschnitt zwischen Großsorheim und Möttingen saniert wurde, gab es unerwünschten Schleichverkehr, der unter anderem die Ortsverbindungsstraße zwischen Heroldingen und Lierheim traf und für „Chaos“ gesorgt habe. Deshalb stellte die Stadt Harburg nun den Antrag, dass auch die DON 37 zwischen der Abzweigung Ronheim bis zur Auffahrt auf die Staatsstraße 2221 während der Baustellenzeit für Schwerlastverkehr zu sperren. Über 170 Unterschriften wurden in Heroldingen dafür gesammelt und beim Landratsamt eingereicht.

Die Kreisstraße zwischen Ronheim und Heroldingen soll während der B-25-Sperrung für Lastwagen gesperrt werden. Das fordert der Stadtrat Harburg. 
Bild: Foto: Widemann

Doch die Enttäuschung ist jetzt groß, denn die Kreisbehörde hat diesen Antrag abgelehnt. Man habe sich mit der Regierung von Schwaben beraten und festgestellt, dass „es rechtlich nicht möglich ist“ die entsprechende Stelle zu sperren. Man sei der Auffassung, „dass sich erst mit Beginn der Sperrung der B25 die tatsächliche Belastung der DON 37 und somit auch der Ortsdurchfahrt von Heroldingen zeigen wird, ob deswegen eine Beschränkung des Verkehrs notwendig und gerechtfertigt sind“, schreibt Regierungsdirektorin Christine Geiger vom Amt für Verkehrswesen. Für Lkw zu sperren, sei nur aus „Gründen der Verkehrssicherheit oder zur Verhütung von außerordentlichen Schäden“ möglich.

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Landratsamt: Ausweichverkehr sorgt nicht für Verkehrsverstöße

Wie Geiger schreibt, sei der Ausweichverkehr während der Sperrung der B-25-Tunnelarbeiten verkehrsrechtlich ohne Probleme gelaufen. Da vor dem Kindergarten die Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde gilt, bestehe hier keine Gefahr. Das Tiefbauamt könne aktuell nicht abschätzen, ob die Straße extrem geschädigt wird, weil für zweieinhalb Monate mehr Schwerlastverkehr durchfahre.

Das Einzige, das geltend gemacht werden könnte, ist der Schutz der Bürger vor Lärm und Abgasen. Das aber müsste ein Gutachten feststellen, das wiederum erst dann erstellt werden kann, wenn der Verkehr schon durch Heroldingen läuft.

Stadtrat Martin: „Wir machen kein Gutachten“

Für Stadtrat Peter Martin ist das Schreiben der blanke Hohn. „Wir machen doch jetzt kein Gutachten. Bis das fertig ist, ist die ganze Baustelle schon lange durch“, sagt der SPD-Stadtrat. Er ärgert sich wie die Heroldringer Bürger, dass die Erfahrungswerte der vergangenen Großbaustellen nicht gelten.

Schließlich weist das Landratsamt noch darauf hin, dass auch die betroffenen Heroldinger am Ende davon profitieren, dass die B25 eine gut ausgebaute Straße ist und diese in gutem Zustand gehalten wird. Für Martin ist diese Botschaft eindeutig: „Das heißt dann wohl einfach, wir müssen es wieder aushalten.“

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