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Bäumenheim

23.01.2021

Bäumenheim: Mehr Geld für Energiesparer

Die Gemeinde Bäumenheim erhöht die Förderung für Bürger, die energiesparende Projekte umsetzen.
Foto: Matthias Becker

Plus Die Gemeinde will die Anschaffung ressourcenschonender Technik an Häusern unterstützen: Fördervolumen erhöht, Katalog erweitert.

Wer in Bäumenheim seine Heizung erneuert, sich eine Solaranlage aufs Dach setzt oder Regenwasser für die Waschmaschine oder die WC-Spülung nutzt, kann bei der Gemeinde Fördermittel beantragen. Ziel der Gemeinde ist es, dass Hausbesitzer bei der Technik vor allem auf umweltschonende weil Ressourcen schonende Technik setzten. Da diese oft bei der Anschaffung teurer ist, gibt Bäumenheim einen Zuschuss.

Allerdings haben sich die Sätze verändert und das Programm wird zudem erweitert. Pro Jahr gab es bisher einen Topf von 10.000 Euro. Dieser wurde jetzt auf 15.000 Euro aufgestockt. Der Bauausschuss hat nach entsprechender Beratung diese Entscheidung getroffen.

2017 zahlt die Gemeinde bisher am meisten Zuschüsse

Doch bisher war auch die jährliche Höchstsumme nicht ausgeschöpft worden. 2017 zahlte die Gemeinde am meisten Zuschüsse, nämlich 5700 Euro. Das könnte sich nun ändern, denn zum einen steht die Gemeinde vor der Vergabe einer Vielzahl an neuen Bauplätzen, die –so die Hoffnung der Gemeinde – beim Bauen auch an die Umwelt denken. Zudem aber werden nun rückwirkend zum 1. Januar 2021 mehr Anlagen gefördert.

Je 350 Euro gibt es für eine neue Solaranlage zur Brauchwassernutzung (bisher 500), für Solarluftkollektoren (neu aufgenommen) und für den Anschluss ans Nahwärmenetz (neu). Zisternen oder auch Regenwassernutzungsanlagen werden mit maximal zehn Prozent und höchstens 350 Euro bezuschusst. Hier hatte es in den vergangenen Jahren Probleme gegeben, denn die Gemeinde muss diese Anlagen auch prüfen.

Immer wieder hygienische Mängel in Bäumenheim

Dabei war klar geworden, dass einige Bäumenheimer die Förderung zwar genommen, aber die Anlagen nicht entsprechend eingebaut oder verwendet hatten. Zudem sind immer wieder hygienische Mängel aufgefallen. Erst kürzlich hat die Verwaltung eine solche Anlage stilllegen müssen. Sie plädierte deshalb dafür, die Förderung herauszunehmen.

Doch die Räte entschieden anders, denn gerade mit Zisternen erreiche man, dass Regenwasser nicht in den Kanal geleitet wird, sondern auf dem Grundstück aufgefangen wird. Das sorgte für eine Entlastung des Kanalsystems und sei daher im absoluten Interesse der Gemeinde, die sonst den Kanal bei Bedarf erweitern und instand halten muss. Deshalb wurde die Förderung der Zisternen belassen.

Ebenfalls Geld gibt es für eine thermografische Aufnahme des Wohnhauses und eine hocheffiziente Umweltpumpe. Die Gemeinde überweist bei Nachweis 50 Euro.

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23.01.2021

Nun eigentlich richtig die Trinkwasser Ressourcen zu schützen und zu schonen! Doch ein Argument verstehe ich nicht, sie Schonung des Kanalsystems. Oberflächenwasser wird meines Wissens meist per Sickerschacht, dem Grundwasser zugeführt, wo das nicht möglich ist wird meist von der Kommune ein Regenwasser Kanal zur Ableitung in Flüsse oder Bäche betrieben. (Persönliche Anmerkung kenne das System von A-B. nicht, aber das ist Standard)
Das Regenwasser aus den Zisternen wird nach Nutzung in WC und Waschmaschinen den Schmutzkanalsystem zugeführt und in der Kläranlage behandelt. Wie bitte wird das abgerechnet, bis jetzt bezahlt so wie mir bekannt ist jeder das Abwasser mit seiner Wasserrechnung. Hat da jeder einen Prüfbaren Wasserzähler an der Zisterne, oder zahlen da alle mit? Das würde mich Interessieren, wie das gehandhabt wird.

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