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Straßenverkehr

24.01.2019

Bäumenheim soll in neuem Licht leuchten

In Bäumenheim sollen die Straßenlaternen auf LED umgerüstet werden.
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In Bäumenheim sollen die Straßenlaternen auf LED umgerüstet werden.
Bild: Christian Flemming (Symbolbild)

Fast 150000 Euro für den Austausch alter Leuchten gegen Energiesparlampen. Werner Rauch ist neu für die PWG im Gemeinderat.

Der Gemeinderat in Bäumenheim ist wieder komplett, nachdem zum Jahresende Michael Schmidt aus dem Gremium ausgeschieden war. Für ihn sollte von der Liste der Parteifreien Wählergruppe – Freie Wähler Asbach-Bäumenheim (PWG) als Kandidat mit dem nächstbesten Wahlergebnis Thorsten Kelichhaus nachrücken. Er lehnte das Mandat allerdings ab. Nachrücker ist nun Werner Rauch. Er wurde offiziell vereidigt.

Zweiter Bürgermeister Roland Neubauer, der bei der ersten Sitzung des Gemeinderats im neuen Jahr Martin Paninka (in Elternzeit) vertrat, verabschiedete Michael Schmidt und anerkannte dessen Engagement. Schmidt, seit vier Jahren im Gemeinderat und gleichzeitig Leiter des kommunalen Bauhofs, war in zahlreichen Ausschüssen vertreten. Seine Aufgaben soll dort nun künftig Werner Rauch übernehmen. Lediglich eine Funktion bleibt vorerst unbesetzt: Schmidt war Feldwegereferent. Wer das künftig sein soll, will das Gremium zu späterer Zeit entscheiden. Auch eine externe Besetzung wurde kurz angesprochen. Die weiteren Themen:

Römerstraße Ein Ehepaar möchte dort ein Wohnhaus mit podologischer Praxis, eine Halle mit Pferdestall und eine Pferdekoppel errichten. Dies ist in dem Mischgebiet zulässig. Um das Projekt allerdings realisieren zu können, müsste ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Damit wird auch die Leistungsfähigkeit der Schmutzwasserentsorgung geregelt. Die Abwässer werden durch ein Vakuumsystem abgeleitet. Das war bislang ebenso überlastet wie die Regenwasserentwässerung. Gegen die städtebauliche Neuordnung votierten Marlene Hammer (CSU) und Manfred Seel (Linke). Seel monierte, dass bislang nicht mit den Anliegern gesprochen wurde. Es würden nun Tatsachen geschaffen, „ohne die Belange der Grundstücksbesitzer zu kennen“.

Auch eine Einbindung zu weiterem möglichen Bauareal in Richtung Bundesstraße 2 sei nicht berücksichtigt. Schließlich gehe es bei den nun eingeleiteten Baumaßnahmen um Kosten, die auch von der Gemeinde mit Steuergeldern zu bezahlen seien. Kosten hierfür habe die Verwaltung nicht vorlegen können. Zweiter Bürgermeister Roland Neubauer kündigte mehrmals „für demnächst“ eine Versammlung mit den Grundbesitzern an. Die Kosten für den Bebauungsplan werden auf rund 10000 Euro beziffert. Sie sollen von den Grundstückseigentümern anteilig übernommen werden. Dazu will man noch eine eigene Vereinbarung treffen.

Straßenbeleuchtung Nachdem der Vertrag zwischen Gemeinde und der LEW Verteilnetz GmbH ausgelaufen ist, soll nun ein neuer Kontrakt geschlossen werden. Kommunalberater Ulrich Endraß stellte den Vertrag vor, der eine Laufzeit von acht Jahren haben soll. Noch in diesem Jahr sollen Leuchtmittel und Leuchten erneuert und auf LED-Technik umgerüstet werden. Damit könnte, so Endraß, der Energieverbrauch pro Jahr um rund 65500 Kilowattstunden gesenkt werden. Bisher, so eine Auflistung, sind in Bäumenheim und seinem Ortsteil Hamlar 45 Prozent der Lampen auf die LED-Technik umgestellt, bis Ende des Jahres sollen es mit einem neuen Vertrag 77 Prozent sein. Wie Zweiter Bürgermeister Neubauer ausführte, könnte die Gemeinde jährlich Kosten in Höhe von mehr als 11000 Euro sparen. 143400 Euro kostet die Maßnahme. Eine jährliche Ratenzahlung für diese Summe, wie von der Kämmerei vorgeschlagen, lehnte der Gemeinderat ab. Die Summe soll in einer Tranche beglichen und somit ein Rabatt von sechs Prozent in Anspruch genommen werden.

Sanierungskonzept Seit 2013 werden die Leuchten im Gemeindegebiet Zug um Zug ausgetauscht. Es handelt sich dabei um Leuchten, die nicht durch den Vertrag mit LEW abgedeckt sind, weil sie älter als 35 Jahre sind. Vor allem Straßen mit Überspannungsleuchten betrifft dies. Neubauer hatte vorgeschlagen, für diese Sanierung 50000 Euro zu bewilligen. Auf Vorschlag von Bernhard Jung (CSU) wurde die Entscheidung aber zurückgestellt. Er will, dass man sich im Rahmen der im Frühjahr anstehenden Haushaltsberatungen mit dem Thema befasst.

Acht-Familien-Haus Ein Bauträger aus Donauwörth beabsichtigt, ein Acht-Familien-Haus mit neun Fertigteilgaragen in der Donauwörther Straße zu errichten. Den Bauantrag wies der Gemeinderat vorerst zurück, weil ihm zu wenig Stellplätze ausgewiesen waren.

Förderungen Auch 2019 will die Gemeinde thermische Solaranlagen, thermografische Aufnahmen sowie Regenwasser-Nutzungsanlagen fördern. Dazu bewilligte das Gremium 10000 Euro.

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