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Fünfstetten

31.10.2020

Bahn erneuert Gleis und stabilisiert Damm bei Fünfstetten

Den fast 115 Jahre alten Bahndamm zwischen Fünfstetten und Nußbühl haben Bauarbeiter auf einer Länge von gut zwei Kilometern mit einem speziellen Verfahren stabilisiert. Die Arbeiten sollen demnächst abgeschlossen werden.

Plus Auf dem Abschnitt zwischen Fünfstetten und Otting erneuert die Bahn nicht allein Schienen und Oberleitung. Das kostet Millionen. So laufen die Arbeiten.

Der Bau der Eisenbahnstrecke zwischen Donauwörth und Treuchtlingen war 1906 ein Mega-projekt. Um über die Höhen des Jura zu gelangen, mussten Dämme gebaut sowie gewaltige Erd- und Steinmassen abgetragen werden. Nach fast 115 Jahren befindet sich auf dem Abschnitt zwischen Fünfstetten und Otting erneut eine große Baustelle. Dieses Mal geht es darum, die Verbindung zu erneuern und zu stabilisieren. Seit dem Sommer sind im genannten Bereich im Auftrag der Deutschen Bahn überregional agierende Firmen zugange.

Dies war auch schon im vorigen Jahr der Fall. Damals waren das westliche Gleis und die dort anschließende Hangseite an der Reihe, nun wird vor allem im östlichen Teilbereich der Strecke gearbeitet. Die Kosten: etwa neun Millionen Euro.

Der Untergrund des Bahndamms bei Fünfstetten wird stabilisiert

Nach Auskunft der Bahn ging es jetzt zunächst darum, die östliche Flanke des mächtigen Damms zwischen Fünfstetten und Nußbühl zu festigen. Dazu wurde in einem sogenannten Fräs-Misch-Injektionsverfahren Zement in den Untergrund eingebracht und dort so lange mit dem Erdreich vermengt, bis ein stabiles Fundament entstand.

Bei dieser Gelegenheit erneuerten die Unternehmen auch rund 4700 Meter Schienen und bauten 3860 neue Betonschwellen sowie 8200 Tonnen Schotter neu ein. Auch die Oberleitung wurde ausgetauscht. Dies passierte auf einer Länge von ungefähr 2,3 Kilometern.

3860 neue Betonschwellen wurden auf dem Bahnabschnitt neu eingesetzt. Hier ist ein Teil der alten Schwellen zu sehen, die am Bahnhof in Fünfstetten lagern.

Nördlich von Nußbühl entstehen in einem Einschnitt zwei Betonwände, welche die Hänge absichern. Dafür sind rund 500 Kubikmeter Beton nötig. Hinzu kommen Mikropfähle mit einer Gesamtlänge von 4400 Metern. Ebenso erhält der Gleiskörper auf diesem Teilstück eine neue Tiefenentwässerung.

In diesem Einschnitt im Gelände nördlich von Nußbühl werden die Stützwände an den Hängen erneuert.

Um die Bauarbeiten ausführen zu können, ist ein großer Aufwand erforderlich. Entlang der Gleise stehen mehrere Baukräne. Die Ortsverbindungsstraße zwischen Fünfstetten und Nußbühl ist für den Durchgangsverkehr gesperrt und dient quasi als Baustraße.

Das zweite Gleis bei Fünfstetten soll vom 9. November an wieder frei sein

Die Arbeiten seien, so teilt die Bahn-Pressestelle auf Anfrage mit, in den vergangenen Monaten gut vorangekommen und sollten am Montag, 9. November, frühmorgens planmäßig abgeschlossen werden: „Ab dann stehen wieder zwei Gleise zur Verfügung.“ Bis zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember soll nur noch an der Stützwand auf der Westseite des Gleises gearbeitet werden.

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