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Huisheim

21.07.2018

Bald geht (fast) nichts mehr

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Die Ortsdurchfahrt in Huisheim ist derzeit eine holprige Kiespiste. Für den Durchgangsverkehr ist sie gesperrt. Nun kommt auch noch das Staatsstraßen-Teilstück zwischen Huisheim und Gosheim hinzu.
Bild: Wolfgang Widemann

Neben der Ortsdurchfahrt in Huisheim wird von Dienstag an auch die Staatsstraße nach Gosheim gesperrt. Das hat gravierende Auswirkungen für den Verkehr.

Wer in Huisheim von A nach B gelangen möchte, wird kräftig durchgeschüttelt. Die Ortsdurchfahrt hat sich in eine holprige Kiespiste verwandelt, die an manchen Stellen nur mühsam oder zeitweise gar nicht passierbar ist. Seit März laufen die Bauarbeiten zur Erneuerung der Durchgangsstraße. Damit verbunden sind weitere Maßnahmen. „Wir liegen gut im Zeitplan“, stellt Bürgermeister Harald Müller nach rund vier Monaten fest. Gleichzeitig kündigt er aber an, dass es vom kommenden Dienstag an weitere, noch gravierendere Einschränkungen für den Verkehr im Bereich der Gemeinde geben wird.

Grund dafür ist, dass sich der ursprünglich geplante Ablauf ändert. Eigentlich sollten heuer die Ortsdurchfahrt weitgehend fertiggestellt werden und 2019 der direkt anschließende Staatsstraßen-Abschnitt zwischen Huisheim und Gosheim einen neuen Asphalt bekommen. Dies geschieht jedoch noch heuer (wir berichteten). Daraus ergibt sich eine gute und eine schlechte Nachricht: Zum einen kann das Projekt im kommenden Jahr zeitiger abgeschlossen werden, aktuell macht es die Situation jedoch schwieriger.

Innerörtliche Verbindung wird gekappt

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Die schaut von Dienstag, 24. Juli, an so aus: Die Huisheimer Ortsdurchfahrt bleibt – abgesehen von den Anliegern – für den Verkehr weiterhin gesperrt. Die Ausweitung der Baustelle in Richtung Gosheim kappt die innerörtliche Verbindung zwischen den beiden Dörfern. Von Gosheim her gibt es kein Durchkommen mehr auf die Kreisstraße, die von diesem Teilstück in Richtung Bühl führt.

Um wenigstens den Linien- und Schulbusverkehr aufrecht erhalten zu können und ein innerörtliches Schlupfloch zu schaffen, baute die Gemeinde zwischen Gosheim und der Kreisstraße einen rund 250 Meter langen Behelfsweg. „Das ist nur ein Notbehelf und wird nicht asphaltiert“, betont Müller. Der Durchgangsverkehr müsse Huisheim und Gosheim weitläufig umfahren.

Der Abschnitt der Staatsstraße zwischen Huisheim und Gosheim ist rund 700 Meter lang. Er erhält nicht nur eine neue Asphaltschicht, sondern auch eine Linksabbiegespur zur Kreisstraße und zur Sualafeldhalle. Zudem wird an der Einmündung der Kreisstraße eine Verkehrsinsel gebaut. Die Arbeiten außerorts werden – so schätzt der Bürgermeister – etwa drei Monate dauern.

Arbeiten an der Kanalisation sind bereits abgeschlossen

Während der Staat für diesen Abschnitt alleine verantwortlich ist, wird der innerörtliche Bereich in Huisheim gemeinsam von Kommune und Staatlichem Bauamt verwirklicht. Und da ist laut Müller schon einiges geschehen. Die Arbeiten an der Kanalisation sind abgeschlossen. Ein Teil der Rohre wurde erneuert, an einzelnen Stellen wurde der Kanal saniert. Die Trinkwasserleitungen sind komplett erneuert.

Im Bauabschnitt 1 – das ist das Teilstück von der Ortsmitte in Richtung Gosheim – ist auch schon eine Gasleitung verlegt. Momentan sind Strom- und Glasfaserleitungen an der Reihe.

Im Bauabschnitt 2 wird aktuell die Kiesschicht ausgetauscht, um für den Asphalt einen tragfähigen Untergrund zu bekommen. Der Baufortschritt in den zwei Abschnitten ist nach Angaben von Müller so organisiert, dass stets zwei Firmen gleichzeitig tätig sein können. Damit soll ein zügiger Ablauf garantiert werden.

Trotz aller Bemühungen nicht zu vermeiden seien die Erschwernisse für die Bewohner. Dies bekommt – wie gemeldet – auch der Dorfladen zu spüren. Der Umsatz ist den Verantwortlichen zufolge seit dem Start der Bauarbeiten zurückgegangen. „Man muss teilweise Umwege fahren, um zum Laden zu gelangen“, erklärt der Bürgermeister.

Glück hatten die Huisheimer bei dem Unwetter mit Starkregen am Abend des 31. Mai. Das Wasser suchte sich seinen Weg auf der unbefestigten Straße. Anwohner und der Bauhof der Gemeinde hätten durch ihren Einsatz Schlimmeres verhindert, so Müller.

Dessen Ziel ist, dass im Ort bis zum Winter mindestens die Asphalt-Tragschicht geschaffen ist. Dann kann der Verkehr in Huisheim fast schon wieder wie gewohnt rollen.

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