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Bauen in Donauwörth: Warum so strikte Vorgaben?

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Kommentar Von Barbara Wild
26.06.2019

Der Streit um Genehmigungen im Neubaugebiet Riedlingen zeigt, dass die Stadt anders an ihrer Strategie arbeiten muss. 

Es ist vielleicht eine Belanglosigkeit im Weltgeschehen, doch der Streit um ein ohne Genehmigung erbautes Drei-Parteienhaus in Riedlingen entlarvt die Tücke der Ausnahme.

Eigentlich regelt ein Bebauungsplan alles, was ein Häuslebauer wissen muss. Die Stadt überlegt sich die Vorgaben, die für alle gelten. Da sich aber die Bedürfnisse wie stets nicht in ein festes Raster pressen lassen und jeder Individualität leben möchte, werden Ausnahmen beantragt. So geschehen bei der Stadt Donauwörth im nebenstehenden Fall.

Jetzt fühlen sich die unfair behandelt, die sich einst an den starren Bebauungsplan gehalten haben und auch die, die ein paar Jahre später die gleiche Ausnahme wie der Nachbar vergeblich für sich beanspruchen. Dazwischen stehen die Stadtverwaltung und die Räte, die nun die Folgen ihrer Entscheidungen ausbaden.

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Am Ende geht es auch nicht um drei, vier Wohnungen oder ein spitzes oder ein flaches Dach. Am Ende geht es um Gleichbehandlung. Würde die Stadt konsequent nach den von ihr vorgegebenen Richtlinien agieren, würde es das Problem nicht geben. Jetzt die Linie zu halten, ist umso schwieriger.

Auf der anderen Seite wäre überlegenswert, wie detailliert und eng Bebauungspläne in Zukunft aufgestellt werden müssen. Gäbe es von vornherein mehr Spielraum müssten gar nicht so viele Befreiungen beantragt werden. Das wäre im Sinne der Bürger, die für einen Bauplatz eh schon tief in die Tasche greifen müssen.

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