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Donauwörth

26.06.2019

Bauherr klagt gegen die Stadt Donauwörth

Bild: Martina Diemand

Der Besitzer eines Mehrfamilienhauses in Donauwörth will Genehmigung erzwingen

Vor dem Verwaltungsgericht in Augsburg geht es am Mittwoch um ein Bauprojekt in Donauwörth-Riedlingen. Im dortigen Neubaugebiet, genauer gesagt im Orchideenweg 16, hatte ein Bauherr ohne die Genehmigung der Stadt ein Mehrparteienhaus hochgezogen. Erlaubt sind laut Bebauungsplan aber nur Einfamilien- und Doppelhäuser. Jetzt zieht der Eigentümer der bereits vermieteten Wohnungen gegen die Stadt vor Gericht.

Ohne die Genehmigung für zu viele Parteien gebaut

2014 wurde das Haus gebaut – genehmigt war ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung. Während der Bauphase war der Bauherr bei der Stadt mit seinem Antrag eine dritte Wohneinheit genehmigen zu lassen, gescheitert. Doch 2018 zog dann nach einer Baupause einfach ein dritter Mieter ein. Noch zwei weitere Male scheiterte der Investor mit dem Versuch, sein Mehrparteienhaus genehmigen zu lassen. In der zwischenzeit hatte er den Ärger der Nachbarn auf sich gezogen, die seitdem gegen das Bauwerk in dem Neubaugebiet mobil machen.

Gleiche Regelung für alle Nachbarn?

Da sie sich an den strikten Bebauungsplan der Stadt gehalten haben, erwarten sie auch die gleichen Regelungen für alle Nachbarn. An der Haustür hängen seit einigen Monaten sogar vier Klingelschilder. „Heute ärgere ich mich. Denn scheinbar gilt die Devise: Lass dir das Erlaubte genehmigen und dann baue, was du willst“, sagt Guido Lumpe, der schräg gegenüber wohnt und für die Nachbarschaft spricht. Er forderte von der Stadt konsequent zu bleiben, prangerte aber auch öffentlich an, dass diese zu lange tatenlos zugesehen habe, was im Orchideenweg gebaut wird.

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Der Bauherr aber wird sich vor Gericht sicherlich auf das direkte Nachbargebäude berufen, um seinen bestehenden Bau nachträglich genehmigen zu lassen. Dort hatte die Stadt zwei Wohneinheiten und eine Einliegerwohnung genehmigt. Dieser Nachbar hatte ursprünglich sechs Wohnungen geplant und musste zurückbauen. Da die Stadtverwaltung hier eine Befreiung durchgewunken hat, fordert der Bauherr das gleiche Recht für sich. Stadtrat Franz Ost hatte dies „einen Fehler“ genannt.

Jetzt wird es also spannend was die Richter am heutigen Mittwoch um 10.30 Uhr in Augsburg entscheiden. Oberbürgermeister Armin Neudert hatte eine erneute Beratung des Stadtrates über das Thema bewusst abgelehnt.

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26.06.2019

In diesem Fall gibts nur eins: Zurückbau oder eine hohe empfindliche Strafe! Aber ich habe auch unangenehme Erfahrungen mit dem Bauamt machen müssen. Die Beratung, vielmehr FALSCHBERATUNG, zu Bauthemen durch Bauaufsicht bzw. Bauamt hat mich viel Geld und Aufwand gekostet! (Gut, dass es "besorgte Bürger" in unserer Stadt gibt Und von den Stadtvätern wird man mit seinen Problemen alleine gelassen! Ich hatte damals einen offenen Brief an ALLE Stadträte geschrieben, mit der Bitte um Hilfe. Reaktion: Nur 2 haben sich überhaupt gemeldet aber getan wurde, oh Wunder NICHTS! SO läuft das in Donauwörth!!!

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