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Rain

09.03.2009

BayWa will ein neues Agrarzentrum bauen

Die BayWa möchte in Rain ein neues, großes Agrarzentrum bauen. Dafür hat das Unternehmen am östlichen Ortsrand an der Mittelstetter Straße ein 17 600 Quadratmeter großes Grundstück gekauft. Den Plänen für das Millionen-Projekt stimmte nun der Stadtrat einhellig zu.

Die Unterlagen, welche die Firma vorlegte, umfassen mehrere Geschäftsbereiche. Der Schwerpunkt des neuen Betriebs in Rain soll dem Vernehmen nach auf dem Getreidehandel liegen. So sollen bis zu 14 Lagersilos gebaut werden. Die beiden größten Silos sind mit Aufbauten 31 Meter hoch und fassen jeweils 3500 Tonnen Getreide. Zum Vergleich: Die momentane Lagerkapazität der BayWa im Betrieb in der Rainer Bahnhofstraße liegt nach Auskunft von Verkaufsleiter Manfred Schott insgesamt bei 3000 bis 4000 Tonnen.

Für die beiden höchsten Silos war eine Änderung des Bebauungsplans nötig. Diese nahmen die Stadträte in ihrer Sitzung einstimmig vor. Die Vertreter der Fraktionen begrüßten das Vorhaben der BayWa. Es handle sich um den richtigen Standort. Dort seien keine Probleme mit Nachbarn zu erwarten. Das Areal wird von der Mittelstetter Straße aus erschlossen und liegt zwischen der neuen Umgehung und der ehemaligen Pommes-Frites-Fabrik Helmer (inzwischen im Besitz der Firma Terrasan).

Neben dem Getreide-Komplex beinhalten die Pläne ein Lager für Düngemittel sowie ein allgemeines Lager samt Büro. Das Gelände ist laut Bürgermeister Gerhard Martin nicht komplett überplant. Es bleibe eine stattliche Fläche noch frei.

BayWa will ein neues Agrarzentrum bauen

Das Gesamtkonzept sei "so ausgelegt, dass es ein zukunftsträchtiger Standort wird", berichtet Manfred Schott. Allerdings steht - so teilt Pressesprecher Schönberger auf Anfrage unserer Zeitung mit - noch nicht fest, wie genau das Agrarzentrum aussehen wird. Zum einen habe sich die wirtschaftliche Situation geändert, zum anderen "finden alternative Gespräche statt". Der Konzern halte sich derzeit "alle Optionen offen".

Näher wollte sich Schönberger nicht äußern. Dem Vernehmen nach wird in dem Konzern derzeit darüber beraten, wie groß das Agrarzentrum in Rain werden soll. Hier führt die BayWa Gespräche mit ihrem Verbundpartner, dem Raiffeisen-Verband. Der ist im Landkreis mit der Agro Donau-Ries GmbH ebenfalls im Agrarhandel aktiv. Mit den Raiffeisen-Verantwortlichen werde momentan nach einer gemeinsamen Lösung gesucht, heißt es aus gut informierten Kreisen.

Dabei geht es beispielsweise um das Einzugsgebiet des künftigen Rainer Agrarzentrums. Bereits vor einigen Jahren schloss die BayWa ihr Getreidelager in Neuburg/Donau. Wie es damals hieß, soll der Standort Rain für die Landwirte aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen eine Alternative sein. Durch eine schnellere Abfertigung und lukrativere Preise würde sich eine weitere Anfahrt für die Getreide-Lieferanten bezahlt machen. Aus wirtschaftlicher Sicht lasse sich das bislang enge Betriebsnetz des Unternehmens auf Dauer ohnehin nicht halten. Deshalb wird auch spekuliert, ob die BayWa in Donauwörth weiter ihr Getreidelager aufrecht erhält.

Auf jeden Fall wird wohl die Firma die Gebäude in der Bahnhofstraße in Rain nicht mehr brauchen, wenn das Zentrum einige Hundert Meter weiter östlich verwirklicht wird.

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