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Oettingen

21.03.2019

Beim Gymnasium ist weiter Geduld gefordert

Das ist die am meisten favorisierte Variante 2 für das Oettinger Albrecht-Ernst-Gymnasium, bei dem es um den letzten Bauabschnitt geht.

Die bisher favorisierte Variante für den dritten Bauabschnitt des AEG würde dem Landkreis ein Defizit von 1,6 Millionen bescheren. Was die nächsten Schritte sind.

Nicht nur die zeitlichen Verzögerungen lasten auf der Planung für den dritten Bauabschnitt des August-Ernst-Gymnasiums (AEG) in Oettingen – nun hängt auch ein finanzielles Damoklesschwert über dem Projekt, das eigentlich längst in trockenen Tüchern hätte sein sollen. Aus einer ganzen Reihe von Varianten favorisieren Kreistag, Schulfamilie und Architekten das sogenannte Modell 2, bei dem neben dem ältesten Schultrakt auch der Gebäudeteil der Naturwissenschaften abgebrochen werden muss.

Der aber ist erst rund zehn Jahre alt, weshalb der Landkreis im Falle seines Abbruchs 300.000 Euro an früheren Fördergeldern zurückzahlen müsste. Zudem würde dann auch der Ersatzneubau an dieser Stelle nicht gefördert werden, was einem Verlust von 1,3 Millionen Euro gleichkäme. Insgesamt hätte der Landkreis bei dieser Variante also ein Defizit von 1,6 Millionen Euro zu tragen.

Antrag auf Fördergelder kann erst 2020 gestellt werden

Jetzt geht es darum, wie sich die Regierung von Schwaben dazu stellt. Kreisbauausschuss und Kreisausschuss haben in ihrer gemeinsamen Sitzung am Dienstag beschlossen, die Variante 2 und die Variante 3d auszuarbeiten und dort einzureichen, um sie auf Wirtschaftlichkeit, schul- und baufachliche Gesichtspunkte und damit auf ihre Förderfähigkeit prüfen zu lassen. Damit ist aber auch eines klar: Die Geduld der Schulfamilie wird weiter strapaziert. Denn der Antrag auf Fördergelder kann dann nicht wie geplant heuer im Herbst, sondern erst zum 30. September 2020 gestellt werden.

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Peter Schiele (CSU) sah es als Pflicht an, diese Hausaufgaben jetzt zu machen, sprich alle Vor- und Nachteile der jeweiligen Varianten jetzt auf den Tisch zu legen und dabei nicht nur auf finanzielle, sondern auch schulfachliche Kriterien zu achten. Die Kröte mit der zeitlichen Verzögerung müsse man dann allerdings schlucken. „Ein Hau-Ruck-Verfahren wäre allerdings das Falsche“, sagte er.

SPD bedauert zeitliche Verschiebung

Ursula Straka (SPD) war der Meinung, diese Hausaufgaben hätte man in diesen Gremien längst machen können. Die SPD bedaure die zeitliche Verschiebung: „Wir hätten früher und konsequenter am Ball bleiben müssen.“ Für Straka war es besonders wichtig, in den Beschluss aufzunehmen, dass die Regierung nicht nur die Wirtschaftlichkeit der Varianten prüft, sondern auch die schulischen und pädagogischen Belange.

Helmut Beyschlag (PWG) legte Wert darauf, mit Steuergeldern verantwortlich umzugehen. „Niemand würde es verstehen, wenn wir hier eine Entscheidung treffen, bei der wir 1,6 Millionen Euro nicht beachten. Das wäre Verschwendung von Volksvermögen.“

Regina Thum-Ziegler (Frauenliste) erklärte sich mit der Prüfung der Varianten einverstanden. Sie erklärte: „Wir wollen am Ende das beste Ergebnis für alle.“ Ursula Kneißl-Eder (Bündnis 90/Die Grünen) sah den Prüfungsaspekt unter dem Schlagwort Verantwortung. Diese Verantwortung habe der Landkreis gegenüber den Schülern und dem besonderen Konzept des AEGs aber auch gegenüber der Öffentlichkeit und den Steuerzahlern. Jedoch „stehen die Schüler und das Konzept für mich im Mittelpunkt“.

Andreas Becker (parteilos) fand, die Diskussion vernachlässige bei der Favorisierung von Variante 2 die Prüfung eines zweiten Obergeschosses. Das aber sei die Option zu einer späteren Erweiterung, was auch die Wirtschaftlichkeit erhöhe. Er sprach sich dafür aus, bei der Regierung Variante 2 so überzeugend zu präsentieren, dass sie aus Vernunftsgründen ohne den Verlust der 1,6 Millionen Euro genehmigt werde.

Erwin Taglieber (AL/JB) vertrat die Meinung, bei einem Gebäude das gut zehn Jahre alt ist, sei es grundsätzlich zu überlegen, ob es nicht Alternativen zum Abriss gebe.

Am Ende der Sitzung waren sich die Abgeordneten einig, die vorgeschlagenen Varianten prüfen zu lassen und die entsprechenden Gutachten abzuwarten. Sie sahen sich unisono dem Wohl der Schule verpflichtet. Landrat Stefan Rößle: „Das Ganze ist ein sehr anspruchsvolles Projekt.“

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