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Monheim

23.07.2018

Beim Viehmarkt treffen sich Großeltern und Enkel

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5 Bilder
Schon am Morgen auf den Beinen waren viele Besucher in Monheim: Dort gab es beim historischen Viehmarkt allerlei Tiere zu betrachten, wie hier die die Kaninchen, auf die Jonas Wild (links) aufpasste.
Bild: Elmar Bschorer

Der Schlusspunkt des Historischen Stadtfests in Monheim startet am frühen Morgen. Warum das Ereignis zu ungewohnter Zeit so beliebt ist.

Es war der besondere Schlusspunkt des Historischen Stadtfests 2018: Am Montagmorgen fand der historische Viehmarkt in Monheim statt. Bereits um 1 Uhr nachts begannen Arbeiter damit, einen Teil der Buden abzubauen und die Infrastruktur für den Viehmarkt zu schaffen. Der Auftrieb der Tiere konnte wie geplant um 5 Uhr starten. Als der Markt um 6 Uhr losging, waren bereits zahlreiche Besucher da.

Der Markt bot ein breites Spektrum an Tieren: drei Pinzgauer Rinder, ein prämierter Deckstier, 20 Hühner und Enten unterschiedlichster Rassen, über 20 Hasen, drei Charolais-Rinder mit Kalb sowie drei Schafe und drei Lämmer, fünf Ziegen, zehn Pferde und sechs Ponys. Stadtrat Christof Böswald, verantwortlich für den Bereich Viehmarkt, erklärte, für ihn sei es eine Herzensangelegenheit zu sehen, wie die Großeltern ihren Enkeln auf dem Viehmarkt die Tiere zeigen.

Auch Bürgermeister Günther Pfefferer freute sich über die große Interesse: „Der traditionelle Viehmarkt ist ein Besuchermagnet und ist fester Besandteil des Monheimer Stadtfestes.“ Der Viehmarkt habe eine große Geschichte. Die Tradition solle auf diese Weise lebendig gehalten werden. Stadtaktiv-Manager Peter Ferber, bei dem alle Fäden für die Organisation zusammenliefen, freute sich über den Besuch der Monheimer Grund- und Mittelschüler sowie der Mädchen und Buben aus dem Kindergarten.

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Das Landwirtspaar Hubert und Evi Heckel aus Burgmannshofen stellte zusammen mit ihrem Sohn Stefan ihre Charolais-Zuchtrinder zur Schau. Der Tagmersheimer Hans Jung vom Kaninchenzuchtverein B518 Langenaltheim zeigte zusammen mit seiner Enkeltochter Sophie Zawinell seine Kaninchen. Werner Dörntlein, Vorsitzender des Geflügelzuchtvereins Treuchtlingen, stellte seine zum Großteil prämierten Zuchttiere vor. Der Deutsche Meister von 1997 und mehrfache Bayerische Meister in der Disziplin „Hochbrutflugenten“ stand Rede und Antwort rund um das Thema Geflügel. Regen Gebrauch machten die Besucher von seinem Wissen zur häuslichen Hühnerhaltung. Andreas Wild aus Wittesheim stellte seine prämierten Pinzgauer Rinder zur Schau. Tatkräftige Unterstützung erhielt er von seinem Bruder Jonas, 15, und dessen Kumpel Jonas Sandner, 12. Für beide war klar: Auf dem Viehmarkt mussten sie dabei sein.

Die beiden Monheimerinnen, Gabi Schiele und Christina Schmid kamen mit ihren selbst genähten historischen Kostümen. Für den Besuch des Viehmarktes nahmen sie extra Urlaub. Für Elvira Quaiser war die Veranstaltung ebenfalls ein Muss: „Am Montag in der Früh auf den traditionellen Viehmarkt zu gehen, ist für mich und meinen Partner Pflicht.“

Xaver Gottfried, Bruder der Inhaberin der Monheimer Bäckerei Gottfried, war extra aus der Toskana angereist, um auf dem Viehmarkt Rahmflecken zu backen. Nur der 64-Jährige könne dies so gut, so Beate Gerstner und Tochter Theresa. Am Montagmorgen sei ein ganz spezielles Publikum in Monheim. Das sei mit ein Grund, zur ungewohnten Zeit in die Stadt zu gehen.

Einzig die Auflagen bereiteten den Monheimer Organisatoren etwas Kopfzerbrechen, da sich kurz davor die Auflagen geändert hatten. So mussten kurzfristig mobile Ställe herangeschafft werden. Die sonst übliche traditionelle Anleinung der Tiere war nicht mehr gestattet. Übrigens: Der Viehmarkt konnte nur stattfinden, da sich die Stadt dazu verpflichtet hatte, keinen Handel der Tiere zuzulassen.

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