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Buchdorf

02.01.2019

Benefizkonzert soll letzten Wunsch der kleinen Barbara erfüllen

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Lebensfroh, beliebt und engagiert war Barbara. Das Mädchen starb am 8. Dezember, drei Wochen, nachdem es ganz plötzlich erkrankt war.
Bild: Linzi

Plus Ihr letzter Wunsch war ein besonderer Grabstein: Die kleine Barbara aus Buchdorf verstarb kurz vor ihrem Geburtstag. Jetzt sammeln Freunde und Familie spenden.

Das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein, ist gerade in Momenten des schweren Schicksals unheimlich hilfreich. Die Familie Linzi in Buchdorf, deren Tochter Barbara, wie berichtet, kurz vor ihrem 14. Geburtstag verstarb, hat in der großen Anteilnahme im Ort Unterstützung in der Trauer erfahren.

Jetzt initiierte Martina Würth ein in jeder Hinsicht bemerkenswertes Konzert in der Buchdorfer Sankt-Ulrichs-Kirche zur Erinnerung an das Mädchen, aber auch um ihr posthum einen besonderen Wunsch zu erfüllen: Einen Grabstein, an dem ein lebensgroßer Schutzengel lehnt.

Benefizkonzert für Barbara: Besucher kämpfen mit den Tränen

Die Organistin Martina Würth hat sieben musikalische Freunde zu diesem Benefizkonzert vereint. Die Pfarrkirche ist zu diesem Anlass komplett gefüllt. Einige kämpfen bei den Liedern und Melodien mit ihren Tränen. Die Solidarität ist spürbar. Am Ende gibt jeder gerne - viele Scheine wandern in die Sammeleimer. Alle wollen Barbaras Traum erfüllen. Bei einem Spaziergang durch Buchdorf hatte die 13-Jährige gesagt: „Mama, wenn ich einmal sterbe, dann möchte ich den Grabstein dort haben.“

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Viele, wie Mitglieder der Vereine und Verantwortliche der Gemeinde haben schon im Vorfeld gespendet, um Barbaras Wunsch wahr werden zu lassen. Das Konzert geht nun vielen zu Herzen, es hat aber auch heitere Züge, ganz so wie das Mädchen in ihrem Wesen immer war. Das vereint sein, in der Musik, ist für die Familie, ungeachtet des Spendenergebnisses, mehr als nur ein Trost. Es ist der Beweis dafür, dass auf dem Land aus dem Miteinander Hoffnung, Zuspruch und Stärkung erwachsen können.

Das Trio Waldramensis mit Benedikt Pietsch, Florian Stadlmayr und Tobias Pastötter eröffnet den Reigen der sakralen, aber auch weltlichen Lieder. Florian Stadlmayr, Tobias Pastötter und Benedikt Pietsch singen von der Dunkelheit, aber auch vom „Warten auf das Licht“. Mit der ihnen eigenen Art, wohl herrührend von ihrer pastoralen Ausrichtung, schaffen sie gleich eine Atmosphäre der Besinnlichkeit. Sie überlassen es Sandra Braun, Ramona Zgudziak (bekannt als Duo „Songs for you“) sowie Susanne Burger mit ihren Stimmen einen besonderen Glanz zwischen Kerzen und Kugeln im festlich beleuchteten Altarraum zu erzeugen, hingebungsvoll von Martina Würth begleitet.

Die Musiker spielen "Einmal sehen wir uns wieder"

Mit „Ach mein Seel, fang an zu singen“ oder dem vielstimmigen Lied von der „Heiligen Nacht“ erobern die Interpreten schnell die Herzen der annähernd 300 Konzertbesucher. „Die Sehnsucht nach dem Frieden“, wie von der Druisheimer Sopranistin Susanne Burger und Benedikt Pietsch besungen, haben in dieser magischen Stunde alle. „Ein Engel war sie schon auf Erden“, reimt Lukas Burkard für die Verstorbene in einem selbst getexteten Gedicht, während im Hintergrund die ersten Takte von „aber heidschi bumbeidschi“ erklingen.

Als der Andachtsjodler und die sechs Strophen der Urfassung von „Stille Nacht, heilige Nacht“ verklingen, drängt es Pfarrer Wieslaw Bujak zum „Vergelt’s Gott“. Jeder habe sich beim Konzert „bewegen lassen“. Bezeichnend stehe für den Benefizabend der Refrain „Im Herzen trag ich Dich“. Und auch die Liedzeile „Einmal sehen wir uns wieder“ sollte sich bei jedem im Gedächtnis festsetzen. Bewegt und ergriffen bleibt nach einem minutenlangen Applaus für die Musikanten die Zuversicht, dass Barbara ihren Engel auf dem Grabstein bekommen wird.

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