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Landkreis Donau-Ries

12.08.2020

Betrug: Donau-Rieser Firma wird um viel Geld erleichtert

Eine Firmen im Donau-Ries-Kreis ist Betrügern zum Opfer gefallen.
Bild: Matthias Becker (Symbolbild)

Plus Unbekannte bestellen teure Artikel, die dann nach Großbritannien geliefert werden. Bezahlt wird die Ware jedoch nicht. Was die Polizei in solchen Fällen rät.

Eine Firma aus dem Landkreis Donau-Ries hat vor wenigen Tagen bei der Polizei Anzeige wegen Betrugs erstattet. Bereits im Januar erfolgte in diesem Fall die erste Kontaktaufnahme durch die noch unbekannten Betrüger per E-Mail mit dem Unternehmen. Hierbei fälschten die Täter den Beamten zufolge professionell ihre Kontaktdaten und täuschten vor, im Auftrag einer weltweit bekannten Kaufhauskette zu handeln.

Die Bestellung aus Großbritannien bei dem Unternehmen im Landkreis Donau-Ries war anfangs nicht ungewöhnlich. Es wurden diverse Artikel in Höhe eines mittleren fünfstelligen Eurobetrages bestellt, die auch ins Vereinigte Königreich geliefert werden sollten. Letztlich fiel der Betrug erst auf, als die Ware bereits per Spedition nach Großbritannien ausgeliefert war, jedoch trotz mehrfacher Mahnungen nicht bezahlt wurde.

Ähnliches spielt sich im Landkreis Dillingen ab

Ein weiterer, gleich gelagerter Fall ereignete sich im Mai bei einer Firma im benachbarten Landkreis Dillingen. Hier gaben sich die Betrüger als Mitarbeiter eines großen Lebensmitteldiscounters aus und bestellten ebenfalls Waren im größeren Umfang in Höhe eines mittleren, fünfstelligen Eurobetrags nach Großbritannien. Auch hier erfolgte eine Lieferung.

Kurz vor der Zustellung wünschte der Auftraggeber noch eine Änderung der Lieferadresse, was gelegentlich vorkommt. Erst als der vermeintliche Kunde eine zweite Lieferung orderte und auch hier kurzfristig die Lieferadresse in Großbritannien abänderte, stellte das Unternehmen bei einer Überprüfung den Betrug fest und konnte die Auslieferung gerade noch stoppen.

Die Mail-Adresse unterscheidet sich minimal

Beim genauen Hinschauen wurde schließlich festgestellt, dass sich der Betrüger als Manager des Lebensmittelunternehmens in Großbritannien ausgab. Diesen Manager gab es zwar, jedoch hatte dieser keine Waren bestellt. Auch bei der verwendeten E-Mail-Adresse fiel erst auf den zweiten Blick auf, dass diese der des echten Managers zwar ähnelte, jedoch leicht abgewandelt war. Die Kriminalpolizei Dillingen hat in beiden Fällen die Ermittlungen aufgenommen.

Wie können sich Unternehmen vor solchen Betrügern schützen? Die Polizei rät: „Prüfen Sie unerwartete Bestellungen aus Großbritannien und anderen Ländern sorgfältig. Nutzen Sie zur Kontaktaufnahme mit einem neuen Kunden nicht die angegebenen Kontaktdaten aus der Bestellung, sondern überprüfen Sie die Kontaktdaten – etwa über den offiziellen Firmenauftritt. Achten Sie hierbei auch auf minimale Abänderungen, zum Beispiel in der genauen Schreibweise der E-Mail-Adresse. Nehmen Sie Kontakt mit dem Unternehmen auf, und verifizieren Sie die Bestellung. Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter, und informieren Sie diese über den Fake-Customer-Trick.“ (pm)

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