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Fünfstetten

21.12.2017

Bis zu sieben Windräder bei Fünfstetten?

Einen solchen Windpark könnte sich eine Firma nahe Fünfstetten vorstellen.
Bild: Ulrich Wagner (Symbolbild)

Eine Firma könnte sich nahe des Orts ein solches Projekt vorstellen. Wie die Situation ist.

Die Firma DGE Wind könnte sich grundsätzlich vorstellen, südöstlich von Fünfstetten vier oder gar sieben große Windräder zu errichten. Über das mögliche Projekt informierten der Geschäftsführer und zwei Mitarbeiter bei einer Sitzung des Gemeinderats. Bürgermeister Werner Siebert hatte die Vertreter des Unternehmens geladen, da die Kommune dem Thema offen gegenübersteht.

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Freilich handelt es sich zum jetzigen Zeitpunkt nur um Gedankenspiele. Nach dem neuen Regionalplan läge der ins Auge gefasste Bereich am Turmberg zwar außerhalb des Riesrandes, in dem Windräder grundsätzlich tabu sind, allerdings ist dort kein Vorranggebiet für Windkraft ausgewiesen. Zudem stünde den Windrädern, die eine Höhe von 200 Metern bei einem Rotordurchmesser von 75 Metern hätten, die 10-H-Regel entgegen. Nach dieser müsste der Abstand der Rotoren zur Wohnbebauung mindestens das Zehnfache der Höhe der Anlagen betragen. Im Fünfstettener Fall lägen die ersten Häuser jedoch nur 1600 Meter (bei vier Rotoren) beziehungsweise 1400 Meter (bei sieben Rotoren) entfernt. Völlig ungeklärt sind auch die Gegebenheiten, die den Naturschutz betreffen.

Laut Siebert habe man sich zunächst nur informieren wollen. Ob die Gemeinde konkretes Interesse an einem solchen Vorhaben zeigt, darüber werde sich der Gemeinderat wohl im Frühjahr unterhalten. Ein Genehmigungsverfahren könne nur in Gang kommen, wenn sich der Gemeinderat und der Grundstückseigentümer einverstanden zeigen.

Die Firma DGE Wind geht davon aus, dass – wenn die Anlage tatsächlich genehmigt würde – es mindestens bis zum Jahr 2022 dauern würde, ehe mit dem Bau begonnen werden könnte. (wwi)

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