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Verkehr

26.03.2015

Blei im Boden an Baustelle für B-25-Umgehung

Unerwartetes Problem bei Fremdingen könnte teuer werden

Mit einem völlig unerwarteten Problem sieht sich das Staatliche Bauamt Augsburg bei den Bauarbeiten für die B-25-Umgehung von Fremdingen im nördlichen Ries konfrontiert. Bei routinemäßigen Baugrunduntersuchungen im Bereich der künftigen Trasse stießen Experten auf bleihaltigen Boden. Der bereitet der Behörde nun Kopfzerbrechen. Im schlimmsten Fall muss eine große Menge des Materials in einer Sondermülldeponie entsorgt werden. Möglicherweise kann sich auch der Zeitplan für das Projekt verschieben.

Die Angelegenheit sprach gestern Stefan Greineder, der beim Staatlichen Bauamt für den Donau-Ries-Kreis zuständig ist, bei einem Treffen von Verkehrsexperten im Donauwörther Landratsamt an. Das Blei sei in besagtem Bereich bei Fremdingen ein geologisches Phänomen. Soll heißen: Das Schwermetall kommt dort natürlich in relativ hoher Konzentration vor. Ähnliches sei der Behörde beispielsweise in der Gegend von Burgau (Landkreis Günzburg) bekannt. Die Frage sei nun, wie mit dem belasteten Boden umgegangen werden soll. Dazu fand gestern bereits ein erstes Gespräch mit der Umweltabteilung des Landratsamts statt. Laut Greineder muss noch geklärt werden, wie groß die Menge des belasteten Bodens ist. Insgesamt fallen den Plänen zufolge an der Baustelle insgesamt rund 50000 Kubikmeter Aushub an. Derzeit wird an den Brücken der künftigen Umgehung gebaut.

Die günstigste Möglichkeit wäre Greineder zufolge, den bleihaltigen Untergrund im Bereich der neuen Straße anderweitig zu verbauen, beispielsweise in einem Damm. Sollte dies nicht möglich sein und keine vergleichbare Lösung gefunden werden, würde die Sache teuer: „Der Boden wäre dann wie Sondermüll zu behandeln.“ Die Folge: Er müsste in einer Deponie entsorgt werden. „Eine solche wäre schwer zu finden“, weiß Greineder. Die Kosten wären enorm. (wwi)

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