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Donauwörth

07.07.2020

Brandstiftung in Riedlingen: Täter schlagen wieder zu

Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Exklusiv Erneut zünden unbekannte Täter in Riedlingen fremdes Hab und Gut an. Die Polizei Donauwörth fahndet nach drei mutmaßlichen Tätern. Wer hat etwas gesehen?

Erneut haben unbekannte Täter im Donauwörther Stadtteil Riedlingen gewütet. Wie schon in der Nacht zuvor haben sie dabei einen Brand gelegt. Hierbei ist ein Rasenmäher aus einem Schuppen gestohlen und angezündet worden. Auch ein gefüllter Benzinkanister wurde geklaut.

In diesem Zusammenhang zeichnete eine Videokamera in der Nacht um etwa 0.40 Uhr drei Personen auf, die sich auf einem der beiden Grundstücke aufhielten, auf denen bereits in der Nacht zuvor gezündelt und randaliert worden war (wir berichteten). Die Täter hatten dabei vier gelbe Säcke, gefüllt mit Kunststoffabfällen, aus dem Mülltonnenhäuschen, das am Gehweg steht, gezogen und angezündet. Auf einem weiteren Grundstück hatten die Täter weitergemacht. Hier zerschlitzten sie ein Trampolin.

Drei Personen im jugendlichen Alter

In der Nacht zum Dienstag führten die Täter offenbar nun ihre Taten fort. Neben der erwähnten erneuten Brandstiftung sowie des Diebstahls und Hausfriedensbruchs schlitzten die Täter einen Pool in der benachbarten Brahmsstraße auf. Auf einem der Videos diverser Überwachungskameras, das der Redaktion vorliegt, sind indes Personen im jugendlichen Alter zu sehen. Dabei handelt es sich dem Vernehmen nach wohl um zwei Männer und eine Frau. Sie tragen Mund-Nasen-Schutz und legere Sportkleidung. Augenscheinlich prüften sie die Kamerawinkel, um sodann möglichst unerkannt ihre Taten ausüben zu können. Die Polizei bestätigt derweil, dass es sich dabei aller Wahrscheinlichkeit nach um die Täter handelt: „Zwei oder drei augenscheinliche Jugendliche“ betraten demnach in der Zeit von Mitternacht bis 6 Uhr sodann auch das Privatgrundstück vor einem Einfamilienhaus in der Brahmsstraße.

Brandstiftung in Riedlingen: Täter schlagen wieder zu

Weitere Straßen in Riedlingen betroffen

Dort öffneten sie das Gartenhaus einer Familie und klauten den darin stehenden Benzinrasenmäher. Diesen schoben die Tatverdächtigen auf den öffentlichen Gehweg vor dem Grundstück – und zündeten ihn an. Der Rasenmäher brannte vollständig aus.

Ebenfalls in der Brahmsstraße drangen die Jugendlichen in den Garten einer weiteren Familie ein und schlitzen den abgedeckten Swimmingpool mit mehreren großflächigen Schnitten auf. In der Folge trat das komplette Wasser aus und flutete den Garten. Diese Tat war den Angaben der Geschädigten zufolge aber bereits in der Nacht auf Montag passiert.

Wiederum in der Nacht zum Dienstag wurden in der Bodenehrstraße zahlreiche zur Abholung bereitgestellte Biotonnen umgeworfen und der Inhalt teilweise auf die Verkehrsfläche verteilt. In der Bürgermeister-Rusch-Straße traten beziehungsweise warfen die Tatverdächtigen ein mobiles WC-Häuschen um. Dieses wurde dadurch beschädigt.

Sachschaden: einige Tausend Euro

Der entstandene Sachschaden summiert sich laut Polizei „mittlerweile auf einige Tausend Euro“. In allen Fällen wurden Strafanzeigen, unter anderem wegen Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch sowie Brandlegung aufgenommen.

Der Donauwörther Hauptkommissar Stephan Roßmanith erklärt, dass die Polizei das betroffene Gebiet in der Nacht bestreift hatte. In der Tat sei es „sehr dreist“, dass die mutmaßlichen Täter nicht einmal 24 Stunden später an den Ort des Geschehens zurückkehrten. Auf das zu erwartende Strafmaß würde sich eine solch dreiste Tatwiederholung erschwerend auswirken. Für Brandstiftung/ Brandlegung, Hausfriendsbruch, Einbruch, Sachbeschädigung und Diebstahl können im Falle einer Verurteilung teils mehrjährige Haftstrafen ausgesprochen werden.

Die Polizei hatte bereits am Montag angekündigt, den Stadtteil verstärkt im Auge zu behalten. Demnach werden dort mehr Streifen – vor allem zivile – eingesetzt. Derzeit werde, wie Roßmanith erklärt, das Videomaterial sowie die Spurenlage ausgewertet. Über den genauen Inhalt können, so die Polizei, „zum aktuellen Zeitpunkt aus ermittlungstaktischen Gründen keine detaillierteren Informationen gegeben werden“. (mit pm)

Zeugenhinweise bitte an die Polizeiinspektion Donauwörth unter Telefon 0906/ 706670.

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