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Harburg

30.11.2019

Brunnen am Marktplatz wird repariert

Völlig demoliert wurde der Brunnen am Marktplatz in Harburg durch einen Lastwagen. 
Bild: Foto: Polizei

Plus Lkw-Unfall: Versicherung übernimmt die Kosten

Der durch einen Lastwagen demolierte und vom Sockel gerissene Brunnen am Marktplatz in Harburg wird über den Winter neu hergerichtet und soll im Frühjahr wieder an seinem angestammten Platz stehen. Die Weichen dafür hat am Donnerstagabend der Stadtrat gestellt. Er vergab in nichtöffentlicher Sitzung den Auftrag zur Reparatur an Bildhauer Fred Jensen.

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Zuvor hatte Bürgermeister Wolfgang Kilian auf Anfrage von Stadträtin Elisabeth Trüdinger im öffentlichen Teil der Zusammenkunft erklärt, dass ein Kostenvoranschlag des Künstlers vorliege. Jensen hat 1997 den Brunnen auch geschaffen. Zur Summe wollte sich Kilian zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern. Dem Vernehmen nach ist sie aber etwas niedriger als die 150000 Euro, die Jensen in einer ersten groben Schätzung nannte. Er erklärte damals, ein Teil der Bronzekonstruktion könne repariert werden – dazu gehört das Wasserbecken –, ein Teil müsse neu gegossen werden.

Der Stadt entstehen keine Kosten

Der Stadt entstehen durch die Maßnahme keine Kosten. Die zuständige Versicherung sagte nach Auskunft des Bürgermeisters inzwischen zu, sie werde die Reparatur zu 100 Prozent erstatten. „Wir sind froh darüber“, merkte Kilian dazu an.

Brunnen am Marktplatz wird repariert

Bekanntlich hatte Ende September der Fahrer eines Lastwagens zu nächtlicher Stunde versucht, die Altstadt in Harburg zu durchqueren. Zu diesem Zeitpunkt war die B25 zwischen Harburg und Großsorheim gesperrt. Der Lkw schrammte in der Nördlinger Straße und am Marktplatz mehrere Häuser. Dann wollte der 45-Jährige nach rechts im spitzen Winkel in die Schlossstraße abbiegen. Dabei riss der Sattelauflieger den Brunnen komplett vom Sockel. Das Wasserbecken sowie die filigranen Figuren, die Szenen aus der Stadtgeschichte zeigen, wurden verbogen und zerfetzt.

Vor 22 Jahren hatte der Brunnen 150000 D-Mark gekostet. Er war seitdem ein beliebtes Fotomotiv. Die Aktion des Lkw-Fahrers und die daraus resultierenden Folgen machten viele Harburger fassungslos. Es war der Höhepunkt der illegalen Fahrten von Lastern durch die engen Gassen der Stadt während der B25-Sperrung. (wwi)

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