1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Bürgerinitativen aus der Region bei Kundgebung in Nürnberg

Stromtrasse

18.05.2014

Bürgerinitativen aus der Region bei Kundgebung in Nürnberg

Mitglieder der BIs gegen die Stromtrasse aus Niederschönenfeld, Marxheim un Ellgau.

Mitglieder fahren nach Franken, um dort erneut ihren Unmut über das Projekt auszudrücken.

Marxheim/Niederschönenfeld/ Nürnberg Bürgerinitiativen aus aus Niederschönenfeld und Marxheim und Ellgau waren am Samstag mit je 30 Mitgliedern in Nürnberg, um gemeinsam mit den Trassengegnern entlang der HGÜ-Stromtrasse Süd-Ost, gegen deren Bau zu demonstrieren. Insgesamt waren gut 3000 Mitstreiter gekommen. In Nürnberg bildete sich eine starke Allianz mit den weiteren Bürgerinitiativen aus dem Nachbarlandkreis Neuburg-Schrobenhausen, wie Rennertshofen, Bergen, Burgheim und weiteren.

 Die Redebeiträge kamen von den Trassenaktivisten Werner Merkel (Sprecher des Aktionsbündnis der Trassengegner), Markus Bieswanger (BI „Pegnitz unter Strom) und Uli Strauß (BI Betzenstein/Plech), Sie machten ihre Meinung deutlich, dass es bei dem Großprojekt Stromtrasse Bad Lauchstädt-Meitingen, nicht um eine Versorgungssicherheit mit Strom geht, sondernum den profitablen Stromexport der Großkonzerne. Die Bürger bleiben dabei mehrfach auf der Strecke. Jeder der im Umkreis der Stromtrasse wohnt oder arbeitet werde zum Versuchskaninchen, denn die gesundheitliche Unbedenklichkeit muss von der Betreiberfirma nicht nachgewiesen werden, auch wenn es viele Hinweise auf gesundheitliche Beeinträchtigungen wie z.B. erhöhtes Risiko für Lungenkrebs oder Leukämie bei Kindern gibt.

Wie Bienen,Zugvögel oder andere Tiere auf die hohe elektromagnetische Strahlung reagieren bleibt offen. Auch für Erholungssuchende wäre allein schon der Anblick der etwa  70 Meter hohen Masten ein Schock. Nicht nur die Tourismusbranche hätte darunter zu leiden, denn wer will schon in einer solchen Region wohnen oder arbeiten, wenn er es sich aussuchen kann. Das könnte einen schweren Schlag für die bayrische Wirtschaft bedeuten, sind sich die Gegner sicher.  Auch regionale Unternehmen sollten sich heute schon darüber Gedanken machen.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Auch Josef Göppel (CSU) vom Deutschen Bundestag äußerte seine Bedenken, dass erneuerbare Energien wieder in die Hand von Großkonzernen fallen könnten, vorbei am Bürger. Auch er sprach sich gegen die Trasse aus. Wir sind keine Wutbürger, sagte Sebastian Schönauer vom Bund Naturschutz. Wir sind besorgte Bürger, die sich gut informiert haben und deshalb die Lüge von der gebrauchten Stromtrasse nicht mehr hinnehmen. Unter tosendem Applaus und einem gemeinsamen Trommelkonzert, das von einer Band unterstützt wurde, ging diese Demonstration friedlich zu Ende. Jetzt liegt es an jedem Einzelnen aktiv zu werden, denn nur gemeinsam können wir etwas Bewirken. Wir rufen deshalb alle Bürgerinnen und Bürger, egal ob an der Vorzugstrasse, oder an Ausweichtrassen gelegen auf, gründet Bürgerinitiativen gegen diese unnötige Stromtrasse durch unsere schöne Heimat, erhebt Einspruch gegen den Netzentwicklungsplan 2014, noch eine Woche möglich.

Unter tosendem Applaus und einem gemeinsamen Trommelkonzert, das von einer Band unterstützt wurde, ging diese Demonstration friedlich zu Ende. Jetzt liegt es an jedem Einzelnen aktiv zu werden, denn nur gemeinsam können wir etwas Bewirken. Wir rufen deshalb alle Bürgerinnen und Bürger, egal ob an der Vorzugstrasse, oder an Ausweichtrassen gelegen auf, gründet Bürgerinitiativen gegen diese unnötige Stromtrasse durch unsere schöne Heimat, erhebt Einspruch gegen den Netzentwicklungsplan 2014, noch eine Woche möglich. (dz)

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren