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Harburg

09.08.2020

Bürgermeister Christoph Schmidt seit 100 Tagen im Amt

Christoph Schmidt ist seit Mai der neue Bürgermeister in Harburg. Der momentan jüngste Rathauschef im Donau-Ries-Kreis hat seit seinem Amtsantritt alle Hände voll zu tun.
Bild: Susanne Klöpfer

Plus Gut 100 Tage ist Christoph Schmidt nun in Harburg Bürgermeister. Er will sein Wahlversprechen erfüllen und für alle da sein. Für Familie und Urlaub bleibt momentan wenig Zeit. Er stellt fest: Es gibt Arbeitstage von 7 Uhr bis Mitternacht

Christoph Schmidt ist aktuell der jüngste Bürgermeister im Landkreis Donau-Ries. Und der 35-Jährige ist jemand, der anpackt. Seit Beginn der Amtszeit im Mai dauerte so manche Stadtratssitzungen bis nach Mitternacht. Da sah man den Bürgermeister auch mal ein Energiegetränk zu sich nehmen. „Ich sage immer, an eine 70 bis 80 Stunden Woche muss man sich erst mal gewöhnen“, sagt der Industriemeister für Flugzeugbau mit einem Lachen. Aber ihm sei es eigentlich relativ leicht gefallen – dank der Abwechslung im neuen Beruf. Wenn er morgens das Rathaus betrete, wüsste er nie, was ihn erwartet.

Es war stressig

Doch wie waren die ersten 100 Tage als Bürgermeister für Christoph Schmidt? „Stressig“, bricht es aus ihm heraus. Er lacht. Neuer Job, offene Projekte, dringende Themen, dazu noch Corona. Die Anfangszeit im Amt war für den gebürtigen Harburger arbeitsintensiv.

Doch weniger vorgenommen hat sich Schmidt vorerst nicht. Im Sommer wird es keine Pause geben. Der Ferienausschuss des Stadtrats wird im August tagen. Themen wie Breitband, Digitalisierung der Schulen und Bauanträge möchte er auch in den kommenden Wochen angehen. Also gibt es für den Bürgermeister nur sieben Tage Urlaub. „Meine Familie und ich bleiben in der Region und sind mit Wohnmobil unterwegs“, sagt er und fügt hinzu: „Das ist nicht viel, aber es geht momentan nicht anders.“ Sein Diensthandy wird er aber auch in dieser Woche dabei haben und auch den Laptop für Notfälle einpacken.

Bürgermeister Christoph Schmidt seit 100 Tagen im Amt

Er will unbedingt Gleichbehandlung

In einem Urlaub Anfang 2019 in Italien hatte der Harburger die Entscheidung getroffen, sich als Bürgermeister für seine Stadt zu bewerben. Doch da alle Gruppierungen der Kommune schon einen Kandidaten aufgestellt hatten, packte Schmidt die Sache selbst an. Zusammen mit Freunden und Bekannten erarbeitete er ein Konzept für den Wahlkampf und trat als Parteiloser an. Sein Slogan „Schmidt für alle“. Für alle zehn Ortsteile von Harburg. Für jeden einzelnen Bürger. „Ich nehme jedes Anliegen von den Bürgern gleich ernst. Gleichbehandlung war mir schon immer wichtig“, erklärt er. Als Bürgermeister sei es normal, dass man eben auch mal beim Einkaufen in der Schlange an der Kasse angesprochen werde. „Aber das ist mir wichtig, dass die Bürger wissen, dass sie immer den Kontakt suchen können.“ Das Gleiche gilt für den Stadtrat: Er möchte für alle Fraktionen gleich da sein.

Auch weiterhin bei der Feuerwehr

Neben seinem Vollzeit-Job als Bürgermeister ist Schmidt auch seit mehr als 20 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr Harburg aktiv und auch seit 2011 der Kommandant.

„Ich werde für die nächsten drei Jahre nicht zurücktreten, weil meine Mannschaft mich gewählt hat“. Einige Aufgaben habe er schon an seinen Stellvertreter abgegeben. „Trotzdem bleibt natürlich noch viel an mir hängen“, sagt er mit einem Schmunzeln. Im Rettungsdienst, in dem Schmidt ehrenamtlich seit zehn Jahren tätig ist, fährt er momentan aber nur reduziert auf eine Nachtschicht im Monat. Meistens eben am Sonntag.

„Schmidt für alle“ scheint ein fester Teil des Lebens des Harburgers zu sein. Wie findet man da noch Zeit für die Familie und Freunde? „Ich schaue, dass ich jede Mittagspause nach Hause gehe, wenn meine Kinder da sind. Und auch das Wochenende versuche ich für meine Familie freizuhalten.“

Unterstützung der Familie

Mit seinen Freunden und Bekannten aus dem Wahlkampfteam trifft er sich immer noch. In den ersten Wochen im Amt hätten alle aber erst einmal zurückstecken müssen. Doch seine fünf- und elfjährigen Söhne und seine achtjährige Tochter fänden es „cool“, dass ihr Papa Bürgermeister ist. Er schätzt sehr, dass Ehefrau und Kinder verstehen, wenn er auch mal nicht da ist. „Ich habe die volle Unterstützung meiner Familie. Ohne die geht das alles auch nicht!“

Lesen Sie dazu auch:

OB Sorrè: Wie waren die ersten 100 Tage im Amt?

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