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Buchdorf

05.03.2020

Bürgermeister Georg Vellinger trägt zum letzten Mal die Amtskette

Bürgermeister Georg Vellinger blickte beim Frühjahrsempfang in Buchdorf auf die vergangenen 30 Jahre zurück.
Bild: Bissinger

Plus Der scheidende Bürgermeister zieht beim Frühjahrsempfang eine Bilanz seines 30-jährigen Wirkens. Warum er denkt, dass die Gemeinde Buchdorf gut aufgestellt ist.

Ende April ist Schluss. Dann muss Georg Vellinger als Bürgermeister aus Altersgründen aufhören. Vellinger wäre gerne weiter ehrenamtlich in dieser Funktion tätig geblieben, doch die Buchdorfer haben dies per Bürgerentscheid abgelehnt. Nun legte Vellinger letztmals die Amtskette an, um beim Frühjahrsempfang die Situation der Gemeinde darzulegen.

„Wir sind gut aufgestellt“, bilanzierte Vellinger und listete auf, wie viele Baugebiete während seiner 30-jährigen Amtszeit entstanden sind. Es sei gelungen, rund 165 Hektar für Bau- und Gewerbegebiete sowie für Tauschzwecke oder als Ausgleichsflächen zu erwerben. Zehn Baugebiete seien ausgewiesen, 250 Bauparzellen erschlossen worden. Neu sei das Baugebiet „Neureut“ mit 50 Bauplätzen. Der Gemeinderat habe dafür jüngst die Erschließungsarbeiten vergeben.

Buchdorf ist von 1300 auf 1800 Einwohner gewachsen

„Es ist wichtig, dass die Gemeinde weiter für Neubürger attraktiv bleibt“, sagte Vellinger und listete die Entwicklung auf: Habe Buchdorf im Jahr 1987 1303 Einwohner gezählt, so seien es mittlerweile über 1800 Einwohner. Allein von 2011 bis 2019, so der Bürgermeister, habe sich die Einkommensteuerbeteiligung von 748000 Euro mehr als verdoppelt auf aktuell 1,6 Millionen Euro.

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Besonders wichtig seien ihm und dem Gemeinderat immer die wirtschaftliche Fortentwicklung gewesen. Mehr als 20 Betriebe hätten sich während seiner Amtszeit in Buchdorf angesiedelt, „mit über 600 Arbeitsplätzen“. Die Gewerbesteuer sei eine wichtige Einnahmequelle geworden „und leistet einen beachtlichen Beitrag zum Wohlstand unserer Gemeinde“. Hinzu komme, dass man die Infrastruktur verbessert habe: „Über 80 Prozent der Gemeindestraßen sind neu ausgebaut.“ Am Bau der Kläranlage in Kaisheim sei Buchdorf wesentlich beteiligt gewesen. Dabei sei das zu erwartende Wachstum Buchdorfs berücksichtigt worden.

Im Hinblick auf die Breitbandverbesserung sagte Vellinger : „Der Ausbau kommt wegen fehlender Kapazitäten der beteiligten Firmen sehr schleppend voran.“

Bedarfsgerechte Kinderbetreuung als "große Herausforderung"

Als eine „große Herausforderung“ stellte der Bürgermeister es dar, ein bedarfsgerechtes Angebot bei der Kinderbetreuung zu schaffen. Dies sei gemeinsam mit der Katholischen Kirche als Träger gut gelöst. Im Buchdorfer Kinderhaus würden 150 Mädchen und Buben betreut. 50 Kinder aus der Grundschule finden nach Vellingers Ausführungen im neuen Hortgebäude Platz für die Nachmittagsbetreuung. Durch umfangreiche Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen sei ausreichend Platz, um auch bei weiterem Zulauf jedes Kind aufnehmen zu können. Die unzureichenden Turn- und Sportmöglichkeiten an der Grundschule wolle man mit dem Bau einer Turnhalle im neuen Dorfzentrum verbessern.

Schließlich wagte der Bürgermeister einen Ausblick auf das Projekt „Neue Mitte“. Einmal mehr zeigte er auf, wie die bauliche und soziale Ortsstruktur durch ein neues Ortszentrum mit öffentlichen und privaten Angeboten der Daseinsvorsorge gestärkt werden soll. Er freue sich, wenn der Ort attraktiv, liebens- und lebenswert erhalten werde, „ganz zu schweigen von der tatsächlichen Werterhöhung, die unser Dorf dadurch erfährt“. Dass zusätzlich zu einem neuen Rathaus auch Geschäftshäuser entstünden und das medizinische Angebot erweitert werde, sei mehr als eine Pflichtaufgabe.

Nur mit Kindern aus dem Altdorf kann man die Schule nicht halten

Vellinger hob das Ehrenamt hervor, die gesellschaftlichen und kulturellen Begegnungen in den Vereinen wie auch die Notwendigkeit, die Grundschule am Ort zu halten. Dazu sei es aber unabdingbar, jedes Jahr genügend Abc-Schützen zu haben. Allein mit den Kindern aus dem Altdorf könne man die Schule nicht halten.

Den Frühjahrsempfang im Pfarrheim umrahmte eine Gruppe des Buchdorfer Musikvereins.

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