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Wolferstadt

04.07.2020

Bürgermeister beschwert sich über Recyclinghof

Einige Recyclinghöfe im Landkreis haben noch immer eingeschränkte Öffnungszeiten. In Wolferstadt ist das Bürgermeister Phlipp Schlapak sauer aufgestoßen.

Plus Zweiwöchiger Turnus passt Wolferstadts Bürgermeister nicht. Was AWV-Werkleiter dazu sagt

Aufgrund der Corona-Pandemie hat der Abfallwirtschaftsverband (AWV) Nordschwaben vor einigen Wochen den Betrieb in den Recyclinghöfen eingeschränkt. In einigen Kommunen sind die Einrichtungen weiterhin nur alle zwei Wochen geöffnet. Dem Wolferstädter Bürgermeister Philipp Schlapak gefällt dies gar nicht.

Er tut seinen Ärger darüber, dass der Wertstoffhof in der Gemeinde nur alle zwei Wochen jeweils zwei Stunden offen sein soll, nun im Amtsboten der Verwaltungsgemeinschaft Wemding kund. „Der Unmut in der Bevölkerung wächst leider“, schreibt Schlapak.

Zustand ist nicht tolerierbar

Seiner Ansicht nach sei der Zustand nicht tolerierbar. Es entstünden Wartezeiten von bis zu eineinhalb Stunden, um dort Abfälle abliefern zu können. Der Bürgermeister befürchtet sogar, dass die Bewohner die Motivation zur Mülltrennung und ordnungsgemäßen Entsorgung verlieren könnten. Zudem hat er den Eindruck, „dass die Corona-Krise nun Mittel zum Zweck ist, die 14-tägige Öffnung dauerhaft beizubehalten“.

Dies bestreitet AWV-Werkleiter Gerhard Wiedemann energisch. Man sei in den Recyclinghöfen an Vorgaben gebunden, um die Covid-19-Ansteckungsgefahr zu minimieren. Auf dem Areal gelte Maskenpflicht, es müssten Mindestabstände eingehalten werden und es dürfe nur eine bestimmte Zahl an Personen auf das jeweilige Gelände. Aus Rücksicht auf die Mitarbeiter, die den Überblick behalten müssten, würden zwei statt eines Beschäftigten eingesetzt. Weil das Personal aus Kostengründen nicht einfach aufgestockt werden könne, habe man die Öffnungszeiten reduziert.

Seit dem 1. Juli viele Recyclinghöfe wieder offen

In vielen Kommunen haben – wie gemeldet – seit dem 1. Juli die Recyclinghöfe wieder zu den üblichen Zeiten geöffnet, in einigen Städten und Gemeinden bleibt es beim zweiwöchigen Turnus. Dass es dadurch Schwierigkeiten beziehungsweise unzumutbare Wartezeiten gebe, davon sei beim AWV nichts bekannt: „Vonseiten der Bürger gibt es keinen Unmut.“

Der Protest aus Wolferstadt stieß dennoch nicht auf taube Ohren. Laut Wiedemann erklärte sich der dortige Recyclinghof-Beauftragte bereit, alleine zu arbeiten. Somit könnten die Bürger dort wieder jede Woche anliefern: „Das probieren wir jetzt.“

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