1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Bürgermeisterfrage: PWG will Bürgerbegehren starten

Buchdorf

02.08.2019

Bürgermeisterfrage: PWG will Bürgerbegehren starten

Wer wird ab 2020 Bürgermeister in Buchdorf?
Bild: Wolfgang Widemann

Um eine neue Amtszeit von Georg Vellinger zu verhindern, werden Unterschriften in Buchdorf gesammelt. Warum das Datum 14. August eine wichtige Rolle spielt.

Die Kommunalwahl 2020 schlägt im Juradorf Buchdorf hohe Wellen. Das Zögern des Bürgermeisters Georg Vellinger (CSU), ob er die aktuelle Gesetzeslage akzeptiert und mit 67 Jahren aus dem Amt scheidet oder, ob er versucht, als ehrenamtlicher Bürgermeister weiterzumachen (siehe auch: Macht Bürgermeister Georg Vellinger weiter? ), ruft nun die PWG auf den Plan.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Die Gruppierung, die mit der örtlichen CSU und Vellinger im Dauerstreit ist, möchte erreichen, dass der Posten des Bürgermeisters in Buchdorf hauptamtlich bleibt. „Wir wollen, dass die Bürger darüber entscheiden und nicht ein von Vellinger gesteuerter Gemeinderat“, sagt Günther Otto, Ortsvorsitzender der PWG in Buchdorf.

Trend geht in die andere Richtung

Buchdorf hat etwa 1800 Einwohner, fast alle von der Größe vergleichbaren Kommunen im Landkreis haben hauptamtliche Bürgermeister. Zudem entscheiden sich auch immer mehr kleinere Gemeinden für diese Variante, zuletzt Holzheim.

Bürgermeisterfrage: PWG will Bürgerbegehren starten

Passendes Mittel, um das Ehrenamt und damit auch ein Weitermachen Vellingers zu verhindern, erscheint den Parteifreien ein Bürgerbegehren. Um dieses formell erfolgreich auf den Weg zu bringen, müssen laut PWG bis zum 14. August etwa 200 Unterschriften im Rathaus Buchdorf mit dem entsprechenden Antrag eingereicht werden.

Amtsinhaber im Urlaub

Bürgermeister Georg Vellinger ist bis 23. August im Urlaub und hat gegenüber dieser Zeitung angekündigt während diesem eine Entscheidung über sein weiteres Vorgehen zu treffen. „Vellinger spielt auf Zeit“, sagt Otto. „Aber darauf lassen wir uns nicht ein. Wir starten unser Bürgerbegehren jetzt.“

Der 14. August ist relevant, weil nach Einreichen der nötigen Unterschriften maximal ein Monat verstreichen darf, bis über eine Zulassung des Bürgerbegehrens entschieden werden muss. Dann wäre man beim 14. September. Wieder drei weitere Monate sieht der Gesetzgeber vor, in denen der Entscheid mit einer Wahl auch stattfinden muss. Diese Frist endet also am 14. Dezember. Spätestens am 12. Dezember 2019 müsste der Gemeinderat Buchdorf seine Satzung geändert haben, wenn in dem Juradorf in Zukunft ein ehrenamtlicher Bürgermeister das Sagen haben soll.

Laut Otto will die PWG bereits am Wochenende mit der Unterschriftensammlung beginnen. Die dafür notwendige Fragestellung sei gerade bei einem Experten zur Abklärung. „Wir wollen keine formellen Fehler machen“, sagt der Ortsvorsitzende, der einst selber Mitglied des Gemeinderates war und sein Amt niedergelegt hat.

Lesen Sie hierzu auch: Macht Bürgermeister Georg Vellinger weiter? Nach Bauplatz-Ärger: Muss Buchdorfs Bürgermeister zahlen? Disziplinarverfahren gegen Bürgermeister Vellinger eingeleitet

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren