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Landkreis

09.04.2019

Bund Naturschutz wächst im Kreis auf 2500 Mitglieder

Der Kreisverband des Bund Naturschutz (rechts: Kreisvorsitzender Alexander Helber) hat bei der Versammlung eine Reihe von Mitgliedern geehrt.

Der Bund Naturschutz zählt im Landkreis jetzt über 2500 Mitglieder. Der Landesvorsitzende Richard Mergner spricht über Bienen und über Engagement der Jugend. 

Verhandlungen über Grundstückszuweisungen in der Mertinger Höll, die im Rahmen der Flurneuordnung möglich wurden, bildeten im vergangenen Jahr einen Schwerpunkt in der Arbeit des Kreisverbands des Bund Naturschutz (BN). In seinem Tätigkeitsbericht listete Kreisvorsitzender Alexander Helber bei der Mitgliederversammlung, die in Kaisheim stattfand, weitere Themen auf. Dazu gehörten das Engagement für den Auen-Nationalpark, die Mitarbeit in der Heide-Allianz Donau-Ries sowie die zahlreichen Stellungnahmen zu verschiedenen Projekten, bei denen besonders Artenschutzbelange im Vordergrund standen, auf. Anfangs 2019 war ein Arbeitsschwerpunkt das Volksbegehren „Rettet die Bienen“.

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Im Bereich Personal gab Helber einige Veränderungen bekannt: Renate Michel ist seit Sommer vergangenen Jahres neue Geschäftsstellenleiterin. Nina Müller löste im Oktober die bisherige Gebietsbetreuerin ab. Als Aktivenkoordinator unterstützt Thomas Lutz aus Marxheim künftig den Vorstand. Lutz will sich um neugewonnene aktive Mitglieder kümmern.

Die einzelnen Ortsgruppen berichteten über ihre zahlreichen Tätigkeiten. Die bildeten eine beeindruckende Palette, die von Pflege- und Pflanzmaßnahmen, Artenschutz-Aktionen für Amphibien, Eidechsen und die Bachmuschel über Führungen, Vogelstimmenexkursionen und Ferienprogramm-Angeboten bis hin zu rund 70 Umweltbildung-Einsätzen reichte.

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Höhepunkt des Abends war der Vortrag des BN-Landesvorsitzenden Richard Mergner, der den Verband mit seinen rund 235000 Mitgliedern – davon 32000 Mitglieder in Schwaben – als gesellschaftspolitische Kraft einstuft. Als solche sieht er seinen Verband in der Pflicht, Forderungen für eine bessere Agrarpolitik, für eine Reduzierung des Flächenverbrauchs und eine Energiewende aufzustellen. Weiterhin ging Mergner auf das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ein, nach dessen Erfolg der BN am Runden Tisch zur Erarbeitung eines Gesetzesentwurfs beteiligt ist.

Entsprechend dem Leitbild des BN müsse das Ziel eine Agrarwende hin zu einer nachhaltigen, bäuerlichen und ökologischen Landwirtschaft sein, die möglichst regional vermarktet werde, ökologisch intakte Kulturlandschaften präge, Arbeitsplätze schaffe und Tierschutz sowie globale Entwicklungsfragen ernst nehme. Mergner sagte, ihm sei auch eine Kooperation von Landwirtschaft und Naturschutz wichtig. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Demonstration „Mia hams satt“ im Oktober vergangenen Jahres in München. Mergner sprach zudem die Klimaschutz-Demonstrationen an. Dieses weltweite Engagement der Jugend könne Mut machen und sei eine einmalige Gelegenheit, die Jugend in die Naturschutzarbeit einzubinden.

Weil sich die Mitgliederzahl des Kreisverbands auf 2500 erhöhte, steht der Kreisgruppe Donau-Ries künftig ein weiterer Stellvertreter für die Delegiertenversammlung des Bund Naturschutz zu. Als Delegierter wurde Rudi Schubert, als Ersatzdelegierte Stefanie Ries aus Marxheim gewählt.

In der Versammlung ehrte der BN auch langjährige Mitglieder. So wurden Irmfriede Zoellner-Lesti aus Holzheim und das Ehepaar Raul aus Mertingen für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Für 40 Jahre überreichte Helber Werner Diemer und Siegfried Häuslaigner aus Wemding, dem Ehepaar Rudi Schubert und Gudula Zerluth aus Niederschönenfeld sowie Heidi Thum-Gabler und Wolfgang Gabler aus Kaisheim eine Urkunde. (pm)

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