1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Burgstraße soll verlegt werden

Harburg

01.12.2019

Burgstraße soll verlegt werden

Die Fahrbahn der Burgstraße in Harburg droht auf diesem Abschnitt auf der Talseite abzubrechen. Nun soll das Teilstück provisorisch repariert werden. Allerdings streben die Stadt und das Staatliche Bauamt Harburg eine langfristige Lösung an. Für eine solche gibt es jetzt eine Idee. 
Bild: Foto: Wolfgang Widemann

Plus Weil ein Abschnitt der Verbindung am Hang in Harburg abzubrechen droht, soll nun eine neue Trasse geplant werden. Damit würde auch die B25 sicherer

Wer von der B25 zur Harburg will, muss den schmalen, kurvigen Weg über die Burgstraße nehmen. Deren unterer Abschnitt gibt in doppelter Hinsicht Grund zur Sorge. Zum einen passieren an der Stelle, an der sie auf die Bundesstraße trifft, immer wieder Unfälle. Zum anderen haben Lastwagen in den vergangenen Monaten während der B-25-Sperrung dem Teilstück derart zugesetzt, dass die Fahrbahn am Hang über der Harburger Altstadt, genauer gesagt über der Schlossstraße, abzubrechen droht.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Deshalb muss jetzt etwas geschehen. „Es ist Gefahr im Verzug“, machte Bürgermeister Wolfgang Kilian im Stadtrat nochmals deutlich. Deshalb müsse der Abschnitt, der seit ein paar Wochen nur noch einspurig befahrbar ist, möglichst schnell provisorisch repariert werden. Mithilfe des Staatlichen Bauamts Augsburg sei es gelungen, eine Baufirma zu finden, welche die Asphaltschicht zu einem recht günstigen Preis ein Stück weit erneuert und verstärkt. Um die 25000 Euro muss die Stadt dafür ausgeben. Die Arbeiten sollen Kilian zufolge bereits kommende Woche stattfinden, sofern es die Witterung zulässt. Aktuell ist die Fahrbahn zur Talseite hin mit Warnbaken verengt, um weitere Setzungen zu verhindern, und es gilt von der B25 her eine Einbahnstraßen-Regelung.

Kommune muss selbst bezahlen

Die Kommune müsse diese Maßnahme in jedem Fall selbst bezahlen, so Kilian. Dies habe das Staatliche Bauamt, das für die Bundes- und Staatsstraßen verantwortlich ist, bei einem Treffen erneut deutlich gemacht. Die Burgstraße sei während der B-25-Sperrung keine offizielle Umleitungsstrecke gewesen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Einig sei man sich in der Ansicht gewesen, dass für die Burgstraße eine dauerhafte Lösung gefunden werden muss, berichtete der Bürgermeister. Die Augsburger Behörde sei schon länger unglücklich über die Linksabbieger auf der B25 vom Tunnel her zur Burgstraße. Es gibt dort auf der Bundesstraße keine Abbiegespur. Deshalb kommt es immer wieder zu Auffahrunfällen, wenn ein Fahrzeug wegen Gegenverkehrs warten muss. Eine Abbiegespur kann an dieser Stelle nicht geschaffen werden, weil die Fahrbahn über eine Brücke verläuft.

Das Amt habe deshalb den Vorschlag gemacht, „den großen Wurf zu probieren“, wie es Kilian ausdrückte. Soll heißen: Ein Planungsbüro wird damit beauftragt, eine Alternative zu finden, wie die Burgstraße an die B25 angeschlossen werden könnte. Die Idee: Man könnte die Einmündung weiter in Richtung der Kreuzung mit der Nördlinger Straße verlegen. Dazu müsste der Hang abgetragen werden. Man wolle planen „und dann schauen, ob es so geht“, sagte der Rathauschef. 150 Meter dieser neuen Trasse würde wohl der Bund finanzieren, für den Rest – gut 80 Meter – müsste die Kommune aufkommen.

Los geht's wohl erst in zwei Jahren

Bis es „losgehen“ könnte, würden nach Angaben des Staatlichen Bauamts wohl etwa zwei Jahre vergehen. Die Planer müssten unter anderem erst einmal prüfen, wie der Hang an der Burgstraße beschaffen ist. Wolfgang Kilian zeigte sich angetan von dem Konzept. Die Kreuzung würde sicherer und die Burg als größte Touristenattraktion in der Region wäre besser erreichbar: „Das wäre ein Gewinn für unsere Stadt.“

Die Stadträte stimmten einer Planungsvereinbarung mit dem Staatlichen Bauamt zu. Dieses übernimmt auch die Kosten. PWG-FW-Fraktionssprecher Matthias Schröppel blickte bei allen Vorteilen, die sich am Ende ergeben, den Bauarbeiten mit „erheblichen Schmerzen“ entgegen, würde doch die Bundesstraße wieder zumindest halbseitig gesperrt werden müssen. Angesichts der schlechten Erfahrungen mit dem Ausweichverkehr in den vergangenen Monaten drängte Schröppel deshalb schon jetzt darauf, sich Gedanken darüber zu machen, „wie wir unsere Stadtteile besser schützen können“.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren