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Landkreis Donau-Ries

28.11.2017

CSU-Fraktion informiert sich über Nationalpark

Bild: Christian Mühlhause

Mitarbeiterin des Umweltministeriums stellt sich den Fragen. Ulrich Lange lobt Diskussionsverlauf. Es gibt auch Kritik.

In Bayern wird es perspektivisch einen dritten Nationalpark geben. Neben der Rhön sind auch noch die Donau-Auen zwischen Marxheim und Kelheim im Rennen. In der Region gibt es aber erhebliche Bedenken gegen den geplanten Nationalpark. Protest kommt unter anderem von den Bauern, Waldbesitzern und Fischern, die sehr strenge Auflagen befürchten, die ihnen ihre Arbeit erschweren oder gar verhindern.

Die Kreistagsfraktion der CSU hat sich am Wochenende getroffen, um sich über das Thema zu informieren. Als Referentin war die für das Thema zuständige Mitarbeiterin Ursula Schuster vom Umweltministerium in München gekommen, um Fragen beantworten. Im Rahmen der Veranstaltung gab es auch eine Waldbesichtigung bei Genderkingen.

Zufrieden zeigte sich der Vorsitzende der Kreistagsfraktion und Bundestagsabgeordnete Ulrich Lange mit dem Verlauf der Veranstaltung. „Wir haben mit der zuständigen Referentin aus dem Bayerischen Umweltministerium eine gute, offene und sachliche Diskussion geführt. Im Mittelpunkt dieser Diskussion standen die Sorgen und Bedenken unserer Landwirte, Jäger und Waldbesitzer in Donau-Ries.“ Es sei bei der Veranstaltung bewusst darum gegangen, zu informieren, deswegen habe es auch keine Abstimmung der Fraktion darüber gegeben, wie sich die Partei zu dem Thema positioniert.

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Aus Sicht von Alois Schiegg, Bürgermeister von Marxheim, das von den Planungen betroffen ist, bleiben aber auch nach den Ausführungen von Schuster „mehr Fragen offen als beantwortet wurden.“ So habe Schuster beispielsweise zugesichert, dass die Fischerei nicht angetastet werde, die Rechtslalage besage aber, dass Fischerei und Jagd in neu ausgewiesenen Nationalparks nach 30 Jahren eingestellt werden müssten. Auch habe die Erfahrung mit Fauna-Flora-Habitaten gezeigt, dass entgegen der Ankündigungen Nachteile entstanden seien. Zudem habe Schuster „keine schlüssige Erklärung“, geliefert, wo die zusammenhängenden 10.000 Hektar Fläche in Staatsbesitz herkommen sollen, die das Bayerische Naturschutzgesetz vorschreibt.

Für Ulrich Lange ist klar, dass die Sorgen und Bedenken „sehr ernst“ genommen werden müssten. Für ihn stehe fest, dass ein möglicher Nationalpark die Industrie- und Wirtschaftsregion nicht schwächen dürfe. „Zur Zeit liegt der Ball bei der Staatsregierung und im Landtag in München.“ Dort werde schließlich entschieden, wie der Prozess weitergehe.

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