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Donauwörth

16.07.2019

CSU nominiert geschlossen Joachim Fackler als OB-Kandidaten

Joachim Fackler
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Joachim Fackler ist der CSU-Kandidat für die OB-Wahl in Donauwörth.
Bild: Helmut Bissinger

Die CSU schickt ihren Oberbürgermeister-Kandidaten mit der größtmöglichen Zustimmung in den Kommunalwahlkampf in Donauwörth. Wie sich der 33-Jährige präsentiert.

Eigentlich war es eine Formsache. Doch am Ende geriet die Nominierung des Oberbürgermeister-Kandidaten für Donauwörth zum historischen Moment, zumindest für die Ortsverbände der CSU in der Kreisstadt und in Riedlingen: Mit der größtmöglichen Unterstützung zieht Joachim Fackler in den Wahlkampf um den Chefsessel im Rathaus, denn alle 58 Wahlberechtigten gaben ihm ihre Stimme. „Hundert Prozent“ war überhaupt das Thema an diesem Montagabend – denn die wolle auch er für Donauwörth geben, erklärte Fackler.

Mehr zum Thema: So wurde Joachim Fackler zum OB-Kandidaten

Das Stammlokal der vergangenen Jahre hatte man verlassen, erstmals in der Bistro-Atmosphäre der Kolping-Akademie schon nach außen hin ein Signal für den Wandel setzen wollen. Auch, dass man erstmals mit Plakaten auf die Versammlung aufmerksam gemacht hatte, sollte wohl ein Zeichen sein, dass „man sich jünger aufstellen will“, wie es ein langjähriges Mitglied formulierte. Das Frauen-Duo m&m’s sorgte für eine swingende Atmosphäre.

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„Ich traue es mir zu und ich habe den Mut, der nächste Oberbürgermeister dieser schönen Stadt zu werden“, sagte der 33-jährige Fackler voller Elan und Entschlossenheit. Er war 2002 in die Junge Union eingetreten, hat also Stallgeruch. Der geborene Donauwörther ist Jurist und arbeitet im bayerischen Finanz- und Heimatministerium im Bereich Steuerrecht. Sein Chef, Minister Albert Füracker, habe Fackler zu sich gerufen und ihm seine Unterstützung zugesagt, als er von den Ambitionen erfahren habe.

An Unterstützern mangelt es Fackler in den eigenen Reihen nicht: Ortsvorsitzender Stefan Loh ist einer, der bisherige Oberbürgermeister Armin Neudert ein anderer. Sie betonten den Kampfes- und Einsatzwillen ihres Kandidaten, sein Durchsetzungsvermögen und vor allem seine fachliche Kompetenz. „Er ist unser Mann“, sagte auch Riedlingens CSU-Ortsverbands-Chef Franz Ost.

„Volle Unterstützung“ forderte Loh von den CSU-Freunden, denn ins Rathaus einzuziehen, werde kein „leichtes Spiel“ angesichts von vier Kandidaten. „Wir wissen um die große Chance und Verantwortung“, sagte Kreisvorsitzender Ulrich Lange. Er dankte Neudert für dessen Engagement und sprach davon, dass die „Zeit für einen jungen, frischen Kandidaten“ reif sei. „Der Landkreis braucht ein starkes Donauwörth“, rief Lange in den Raum.

Kreisvorsitzender Ulrich Lange gratulierte Joachim Fackler gerne zur Nominierung.
Bild: Helmut Bissinger

Joachim Fackler sei keiner, den man überreden hätte müssen, die Verantwortung zu übernehmen, meinte Neudert. Er könne eine hervorragende Expertise aufweisen. „Eine Stadt ist nie fertig“, sinnierte Neudert. Da sei ein OB von nöten, der bereit sei, „viel zu investieren“ und der „Menschen mag“. Den Zusammenhalt der Union beschwor Landrat Stefan Rößle, dann „sind wir unschlagbar“. Er attestierte Fackler Mut, Ehrgeiz und Entschlossenheit.

Die Wahl zum Rathauschef zu gewinnen sei die eine Seite, blickte Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler nach vorne. Aber sein Bruder stehe auch dafür, dass die Stadt danach vorankomme. „OB kann nicht jeder“, sagte er, aber: „Wir haben mit Joachim den besten Mann, der alle Voraussetzungen mitbringt, Kompetenz, gute Nerven und volle Leidenschaft“. Dass auch die Frauen-Union hinter dem Kandidaten stehe, signalisierte deren Vorsitzende Barbara Kandler.

Und als sich die Gäste am Ende für den Applaus extra erhoben, strahlte Joachim Fackler über das ganze Gesicht. Locker und leger in der Art, aber konsequent und klar in der Sache präsentierte er in einer halbstündigen Rede seine Vorstellungen und Ziele. Wer nun erwartet hätte, dass seine Formulierungen im frühen Stadium des Wahlkampfes wolkig-blumig ausfallen würden, sah sich überrascht.

Fackler nannte bereits konkrete Pläne: Er will das Tanzhaus zügig wieder zu einem Schmuckstück werden lassen, über eine Veranstaltungshalle auf dem früheren Kasernengelände am Schellenberg nachdenken und den Lückenschluss von der Donaupromenade bis zum Ried realisieren. Immer wieder von Beifall unterbrochen, versprach Fackler, die Belebung der Innenstadt zur Chefsache zu machen und dafür zu sorgen, dass die Stadt liebens- und lebenswert sein werde. Schließlich will er, dass „in der Stadtverwaltung der Dienstleistungsgedanke gelebt wird“.

Und wie gab sich nun Joachim Fackler? „Souverän“, sagte einer und ein anderer fügte hinzu: „Er macht eine gute Figur“. Doch die Anspannung war ihm durchaus anzumerken. Der fulminante Beistand ließ Fackler aber kämpferisch werden.

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