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24.06.2009

Caballeros auf den Spuren Kaiser Karl V.

Donauwörth (dz) - Hohen Besuch hatte die ehemalige freie Reichsstadt Donauwörth: Die Mitglieder der deutschen Sektion des mit der europäischen Idee Kaiser Karl V. besonders verbundenen spanischen Ritterordens "Caballeros de Yuste" trafen sich zu ihrer Jahrestagung. Sie waren aus Berlin und Köln, aus Königswinter und Stuttgart und bis aus Madrid angereist, um sich mit ihren "Donauwörther Ordensbrüdern" zu treffen. Kurt Unglert hatte das reichhaltige Programm zusammen mit Heinz Krupke und Karlheinz Klein gekonnt vorbereitet.

Am ersten Abend traf man sich in "freundschaftlich froher Runde" zum näheren Kennenlernen bei dem 2004 investierten Caballero Rudolf Grenzebach in Hamlar. Seine Frau Maria und er hatten eingeladen.

Der Samstag stand ganz im Zeichen der besonderen Verbindungen von Donauwörth und Augsburg zu Kaiser Karl V. Dr. Alfred Böswald, Altoberbürgermeister und seit 2002 Caballero, führte als Historiker in einem zweieinhalbstündigen Rundgang durch die vielen Stationen der Geschichte, die nach seinen Worten "kaum in einer anderen Stadt so vielfältige und intensive Spuren habe wie gerade in Donauwörth".

Ein Höhepunkt eigener Art sei sicher die Verbundenheit mit Karl V., dessen Geburt von seinem Großvater Maximilian I. im März 1500 großartig im Tanzhaus gefeiert worden sei. Er habe ja auch 1530 Donauwörth sein Wappen des Doppeladlers verliehen - "und dies immerhin ein Jahr, bevor er es seiner Lieblingsstadt Toledo schenkte".

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Der Nachmittag gehörte Augsburg und seinen Verbindungen zu den Fuggern, die bekanntlich erst durch ihre Gelder die Kaiserwahl Karl V. möglich gemacht haben. Dr. Michael Proeller und seine Frau Sonja Grenzebach hatten dafür engagiert die Regie übernommen.

Am Sonntag trafen sich die "spanischen Ritter" zum vom Crescendo-Chor unter Maria Steffek festlich umrahmten Gottesdienst in der Klosterkirche, von Superior Aicher herzlich begrüßt und mit der Kreuzpartikel gesegnet.

Nach diesem Höhepunkt gab es den zweiten im Rathaus, wo OB Armin Neudert den Caballeros den Gruß der "nach innen und nach Europa offenen Stadt" entbot und ihnen herzhaft die aktuellen kommunalen Gegebenheiten, Sicherheiten und Probleme vorstellte.

Der Sprecher der deutschen Sektion, Franz Thiele, bedankte sich für die "außergewöhnliche gastliche Verbundenheit mit Donauwörth" und überreichte dem Oberbürgermeister als persönliches Geschenk ein künstlerisch gestaltetes Wappen der "Caballeros de Monasterio de Yuste".

Auch Rudolf Grenzebach hatte es übrigens als Dankesgruß für seine besondere Gastlichkeit erhalten.

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