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Donauwörth

07.04.2021

Corona: Das Warten auf Modellstädte in der Region geht weiter

Lockerungsversuche wie hier streben auch Donauwörth und Nördlingen an: In Fitnessstudios im Saarland etwa darf wieder trainiert werden.
Foto: Oliver Dietze/dpa

Plus Donauwörth hatte sich beworben, testweise die Corona-Beschränkungen zu lockern. Doch das Projekt wird verschoben. Was der Oberbürgermeister dazu sagt.

Für die Donauwörther Geschäftsleute sei es „sehr bedauerlich“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Sorré über die Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung, vorerst keine Modellstädte im Freistaat auszuweisen. Für den Mittwoch war vorgesehen, dass das Kabinett pro Regierungsbezirk eine Stadt bestimmt, die die Beschränkungen für Handel, Gastronomie und Kultur weitreichend lockern darf.

Aus dem Landkreis hatten sich Donauwörth, Wemding und Nördlingen für das Projekt beworben. Weil die Infektionszahlen im gesamten Freistaat jedoch weiter auf hohem Niveau sind, ist das Vorhaben nun um zwei Wochen verschoben, wie Ministerpräsident Markus Söder auf einer Pressekonferenz mitteilt.

Oberbürgermeister von Donauwörth hält Tübinger Modell für sehr geeignet

Im Hinblick auf die Entscheidung in zwei Wochen sagt Oberbürgermeister Sorré, dass er Donauwörth als Modellstadt für „sehr geeignet“ hält. „Die Modelle sind grundsätzlich seine super Geschichte“, sagt er – auch dann, wenn Donauwörth nicht als Modellstadt ausgewählt werden sollte. „Wenn man anderswo sieht, dass es funktioniert, könnten wir nachziehen“, sagt Sorré.

Vorbild für das Modellprojekt ist das baden-württembergische Tübingen, wo Kunden mit einem negativen Test Geschäfte, Gastronomie oder Kultureinrichtungen besuchen dürfen. Dort sind derweil die Infektionszahlen vor den Feiertagen ähnlich stark angestiegen wie im restlichen Bundesgebiet, weshalb es Kritik an dem Projekt gibt. Sorré nimmt diese ernst, wie er sagt. „Ein gehöriger Respekt vor der Pandemie ist immer nötig“, findet er. „Die Frage ist, wie gesellschaftliches Leben funktionieren kann, wenn das Virus da ist? Und die Gefahr, bei zu frühen Lockerungen wieder den Rückwärtsgang einlegen zu müssen, ist auch da.“

Erneute Entscheidung über Modellstadt in Donau-Ries in zwei Wochen

Donauwörth und Nördlingen können nun in zwei Wochen erneut darauf hoffen, aus München die Freigabe für Lockerungsversuche zu erhalten. Dass dies in Wemding nicht der Fall sein wird, ist bereits klar: Vergangene Woche teilte die Regierung mit, dass nur Städte mit mindestens 11.000 Einwohnern ausgewählt werden können.

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