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Landkreis Donau-Ries

05.07.2020

Corona-Testzentrum in Monheim geschlossen

Das THW aus Donauwörth unterstützte die Arbeit im Testzentrum in Monheim.

Plus Wie würde Landrat Rößle bei steigenden Corona-Infektionszahlen über einen Lockdown entscheiden? Und: Warum macht das Testzentrum für Corona jetzt dicht?

Still und leise ist das Corona-Testzentrum in Monheim geschlossen worden. Die Einrichtung auf dem Kreisbauhof, wo Bürger aus dem Auto heraus auf eine Infektion mit Covid-19 getestet werden konnten, musste mit dem Ende des Katastrophenfalls in Bayern den Betrieb einstellen, weil damit auch die rechtliche Grundlage fehlt. Das teilt das Landratsamt auf Nachfrage dieser Zeitung mit.

214 Testungen seit April 2020

Über 214 Testungen wurden in Monheim seit 3. April 2020 durchgeführt. Dreimal in der Woche konnten Personen mit Verdacht auf eine Infektion mit dem Virus getestet werden. Ein Arzt nahm aus dem Auto heraus eine Speichelprobe, und die Testperson wurde wieder nach Hause geschickt. Zum Abschluss eines Testtags wurden die entnommenen Proben von den Ärzten versiegelt, sicher verpackt und dann zu einem Labor zur Analyse transportiert. Einsatzkräfte des THW leisteten logistische Unterstützung beim Auf- und Abbau der Teststrecke, übernahmen die Verkehrsregelung auf der Zufahrtsstraße und kontrollierten, dass nur berechtigte Personen das Gelände betreten.

Auch die sogenannten Ermittlerteams, die das Gesundheitsamt bei der Feststellung und Betreuung von Personen unterstützten, die Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten, wurden mittlerweile aufgelöst. Wie die Behörde reagiert, wenn ein lokaler Ausbruch erkannt wird, hängt laut Amtsärztin Dr. Raffaella Hesse von der Art des Ausbruchsgeschehens ab. „Grundsätzlich ist das Gesundheitsamt vorbereitet“, so die Chefin des Gesundheitsamtes.

Corona-Testzentrum in Monheim geschlossen

Wie "begrenzbar" ist ein Infektionsherd?

Landrat Stefan Rößle müsste im Fall von mehr als 35 Neuinfektionen pro Hunderttausend Einwohner – im Landkreis Donau-Ries mit rund 130000 Einwohnern also etwa 45 Neuinfektionen pro Woche – über einen regionalen Lockdown entscheiden. Er macht klar, dass es stets davon abhänge, wie begrenzbar die Gruppe von möglichen Infizierten sei. Zudem redeten bei einer solchen Entscheidung stets auch die Regierung von Schwaben und das Landesamt für Gesundheit mit. Er hoffe, dass die Bürger weiter wachsam seien und die Gefahr von Corona nicht beiseiteschöben.

Neben dem Schreckmoment einer Infektion im Seniorenheim des BRK in Donauwörth seien aber sowohl in regionalen Unternehmen oder bei Gewerbetreibenden keinerlei Infektionen festgestellt und auch keine Verbesserungen der Maßnahmen angeordnet worden. Auch nicht bei Firmen, die Saisonarbeiter beschäftigen. Das Gesundheitsamt schaue aber besonders genau hin bei Betrieben, wo Kontakt zwischen Mitarbeitern unumgänglich sei oder viele Auslandsreisen auf der Tagesordnung stehen. (fene)

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