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Donauwörth

02.02.2019

Crescendo-Chor: ein überragendes Konzert zum Jubiläum

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Den Crescendo Chor in Donauwörth gibt es seit 30 Jahren. Das feierten die 40 Sänger mit einem überragendem Konzert in der Kirche Heilig Kreuz.
Bild: Andrea Hutzler

Seit 30 Jahren gibt es das Ensemble. Dies wurde

30 Jahre ist es her, dass Maria Steffek mit ihrem Mann und Töchterchen Felicitas von München nach Donauwörth kam und in Mertingen die Organistenstelle sowie die Leitung des Kirchenchores übernahm. Um auch moderneres Liedgut einzustudieren, gründete sie 1989 einen Jugendchor, der ihr unter dem Namen Cresecendo-Chor auch nach ihrem beruflichen Wechsel nach Donauwörth treu blieb. Crescendo, musikalische Bezeichnung für „anwachsend“, trifft genau den Wesenskern dieser Singgemeinschaft. Denn beständig wuchsen sowohl die Mitgliederzahl als auch die Vielseitigkeit und das Repertoire des Chores, das in diesem Jubiläumskonzert in der Klosterkirche Heilig Kreuz seinen vorläufigen Höhepunkt fand.

Unter dem Motto „Doppelchörigkeit von der Renaissance bis heute“ widmeten sich die rund 40 Sänger unter der bewährten Leitung von Dekanatschorleiterin Maria Steffek durchweg anspruchsvollen sakralen Werken von Komponisten aus diversen musikalischen Epochen. Eigens zu diesem Anlass wurde auch eine Männerschola aus Freunden, Ehemaligen und Kollegen aus anderen Chören gegründet, um die Stimmenvielfalt zu stemmen.

Weiterhin wurde der Crescendo-Chor unterstützt von der vier Solisten Anne-Kathrin Abel (Sopran), Elisabeth Urban (Alt), Michael Birgmeier, (Tenor) und Jürgen Rossmann (Bass) sowie dem Ensemble Brass á noble mit Andreas Gudera und Christian Daschner (Trompete), Lukas Stolz (Waldhorn), Michael Stocker (Posaune) und Christian Braun (Tuba). Martina Neuber führte souverän und informativ durch das Programm.

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Mit den festlichen Klängen von Jaques-Nicolas Lemmens „Fanfare D-Dur“ eröffnete das Ensemble Brass á noble, begleitet von Maria Steffek an der Orgel, den Konzertabend. Geschmeidig fügte sich dabei die gewählte Registrierung der Orgel in den Bläserklang ein. Immer wieder streute das gut disponierte Ensemble Instrumentalsätze, vorwiegend aus der Renaissance und dem Barock, aber auch aus dem 20. Jahrhundert, ein und trugen so ihren Teil zu dem niveauvollen Konzert bei.

Der Jubiläumschor debütierte an diesem Abend mit zwei Vertonungen aus den „Psalmen Davids“, die als wegweisend für das Schaffen von Heinrich Schütz gelten. „Singt dem Herrn ein neues Lied“ schallte es von der Empore. Überzeugend meisterten die Sänger die teils homophon geführten, teils kontrapunktisch verwobenen Stellen, ohne an Klarheit und Homogenität zu verlieren .Aus der Messe op. 36 von Charles-Marie Widor interpretierten die Sänger das „Kyrie“, „Gloria“ sowie das „Agnus Dei“, das mit einem demütig klingenden, fast flehenden „dona nobis pacem“ verklang.

Einer der Höhepunkte des Abends war sicherlich das wunderschön vorgetragene „Ave Maria“ für Solostimmen, achtstimmigen Chor und Orgel von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Zart und dennoch klangvoll und dynamisch, einfühlsam und überzeugend meisterten die Interpreten die weiten Melodiebögen, die Solisten beeindruckten mit harmonisch und warm zusammenklingenden Stimmen.

Da Maria Steffek als Gesamtleiterin des Konzertes vor allem an der Orgel zu hören war, hatte ihre Tochter Dr. Felicitas Winter das Dirigat des Chores übernommen und überzeugte dabei mit Klarheit bei den Einsätzen, Einfühlungsvermögen und hoher Musikalität. Bei der letzten Darbietung des Abends, dem „Ave Maria“ von Franz Biebl, positionierte sich der Jubiläumschor vor dem Altarraum, sodass das Publikum die Möglichkeit hatte, alle Akteure auch zu sehen.

Maria Steffek ist mit diesem Jubiläumskonzert unter ihrer Gesamtleitung, bei dem Chor und Solisten mit der Dirigentin sowie auch das Bläserensemble sich nahtlos ineinanderfügten ein überaus niveauvolles, erhebendes und ergreifendes Konzert gelungen

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