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Doubles

01.10.2018

Da starke Rhythmik, dort Sanftheit

Ein Klangerlebnis: die Band Trion mit Drummer Helmar Sagel im Doubles in Donauwörth. <b>Foto: Helmut Bissinger</b>
Bild: Helmut Bissinger

Die Band Trion mit Schlagzeuger Helmar Sagel glänzt mit Jazz und Fusion

Donauwörth „Was ist das?“ „Blaues Licht!“ „Und was macht es?“ „Es leuchtet blau!“ Dieser Dialog, der einer Szene aus dem Film „Rambo“ entstammt, hätte beim Beobachten des Gitarristen Alexander Kugler auf Doubles Rock-'n'-Roll-Bühne nicht treffender sein können. Mit einem bunsenbrennerartigen Etwas, auch E-Bow genannt, „glühte“ er über die Stahlseiten seiner Stratocaster und erzeugte einen leicht schwingenden Klangteppich, der das Publikum begeisterte.

Man kann die Band Trion, die in Doubles Starclub spielte, wohl mit Rambo vergleichen. Die Rhythmik preschte gewaltig nach vorne, während die Sanftheit und Perfektion der Harmonie exakt ausgeklügelt war und den Zuhörern einen granatigen Sound um die Ohren pfefferte.

Trion, das sind: Helmar Sagel am Schlagzeug, Alexander Kugler an der Gitarre, Michael Schullan am Bass und Thomas Marquardt an den Tasten. Als Special-Guest hatten sich die vier Musiker Barbara Sagel mit ins Boot geholt – eine brillante, gefühlvolle Sängerin.

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Als die Band die Bühne betrat, wurde sie von ruhigen, atmosphärischen Klängen begleitet, in die sie musikalisch mit einstiegen, um mit einem fulminanten Break in ein kreatives Cover von Billy Cobham einzusteigen. Bei „Mango on the rocks“ zeigte der Keyboarder Thomas Marquardt sein Können. Jazz-Rock und Fusion wurden ihm quasi in die Wiege gelegt. Schon sein Vater war Mitglied einer Fusion-Band und mit sechs Jahren begann er seine Klavierausbildung mit Fokus auf den Jazz- und Fusion-Bereich. Seit seiner Jugend ist er in verschiedenen Bands in Süddeutschland aktiv. Neben brasilianischen Rhythmen und funkigem Sound, wie bei dem Song „Sunshine“, zeigten die Musiker bei Mike Sterns „Tipitina’s“, was aus ihren Instrumenten rauszuholen war. Alexander Kugler brillierte mit groovigen Soli. Der in Ebersberg wohnhafte Gitarrist hatte im Alter von zehn Jahren begonnen, klassischen Gitarrenunterricht zu nehmen, und wandte sich mit 17 dem Blues und Rock zu.

Auf den Brettern wurde zum Genuss der Zuhörer auch experimentiert und es gab einen Song, „den Ihr so noch nicht gehört habt“. Die Rede war von Miles Davis’ „So What“. Die treibende Kraft hinter den Drums – und Mitbegründer der Cold Water Production Studios in Huisheim – war und ist Helmar Sagel. Bereits im Frühjahr hatte er mit „Jazz und Kunst“ in anderer Formation gezeigt, was in ihm steckt. Seit seinem sechsten Lebensjahr sind Jazz, Fusion und Jazz-Rock seine Themen, und er war Schüler am Konservatorium für Musik in Frankfurt.

In dieser Formation spielen die vier Jungs seit Anfang 2017. Was sie ausmacht? „Es ist unser eigener Mix, unser eigener Sound und einfach eine eigene Sache“, sagt Sagel – und das haben die Musiker auch bewiesen. Der Neuzugang, nachdem sich Sagel, Kugler und Marquardt gefunden hatten, heißt Michael Schullan. Neben Kontra- und E-Bass spielt er auch Gitarre und Schlagzeug mit erfolgreichen Auftritten im Deggendorfer Raum. Er komplettiert Trion und legt das Fundament der tiefen Töne.

Beeinflusst von Größen wie Jimi Hendrix, Steps Ahead, Mike Stern und Billy Cobham, haben auch Miles Davis, Lee Ritenour und Frank Gambale den dynamischen Sound der Band geprägt. Die Vier sind Freunde geworden, haben zusammen Spaß an der Musik und verfolgen dasselbe Ziel. „Es ist schön, mit so tollen Musikern Musik machen zu dürfen“, schwärmt auch Sängerin Barbara Sagel, deren inspirative Stimme das Publikum mitriss.

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