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04.06.2009

"Däumlinchen" war ihr größter Erfolg

Donauwörth (gure) - Sie könnte am heutigen Donnerstag ihren 100. Geburtstag feiern: Hanne Adler-Kruse. Die Tochter der berühmten Puppenmutter leitete einst selbst die Käthe-Kruse-Werkstätten in Donauwörth und stiftet den Grundstock für das heutige Museum.

Hanne Adler-Kruse (1909-2002) wurde am 4. Juni 1909 als Johanna Irmfriede Ceres als eines von sieben Kindern der Puppenkünstlerin Käthe Kruse (1883-1968) im bayerischen Neukirchen bei Teisendorf geboren. 1930 besuchte sie in München die Kunstgewerbeschule und lernte Modellieren und Bildhauerei. 1942 führte sie in Mähren mit ihrem späteren Mann Heinz Adler einen Puppenzubringerbetrieb, der die Werkstätten von Käthe Kruse in Bad Kösen (Sachsen-Anhalt) belieferte.

32 Jahre in Geschäftsleitung

Nach der Enteignung der mütterlichen Puppenwerkstätten in Bad Kösen 1950 in der ehemaligen DDR übersiedelte sie 1952 nach Donauwörth. Ein Jahr später übernahm sie in Donauwörth die künstlerische Leitung. Zusammen mit Heinz Adler hielt sie von 1958 bis 1990 die Geschäftsleitung inne. 1988 stifteten Hanne Adler-Kruse und Heinz Alder ihre umfangreiche Käthe-Kruse-Puppensammlung der Stadt Donauwörth, mit der Bedingung, ein Museum einzurichten. Mit großer Freude wohnten beide 1993 der Eröffnung bei. Seither besuchten nahezu 280 000 Gäste aus aller Welt das Museum in der Pflegstraße.

Die bekannteste eigene Puppenschöpfung von Hanne - und heute noch wirtschaftlich erfolgreichste Puppe der Kruse-Manufaktur - ist das 25 Zentimeter große, vollbewegliche "Däumlinchen, Modell Hanne Kruse".

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