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Kommunalwahl 2020

06.03.2020

Daiting: Der Bürgermeister, der zum Frühstück lädt

Bürgermeister Roland Wildfeuer auf dem neuen Spielplatz in Daiting.
Foto: Wolfgang  Widemann

Plus Roland Wildfeuer tritt in der Gemeinde Daiting wieder an. Zuletzt wurde dort viel über Solarparks diskutiert.

Mittwochs schlüpft Roland Wildfeuer in die Rolle des Kellners. Dann bedient er die Gäste beim „Bürgermeister-Frühstück“ im Dorfladen-Café. 20 bis 30 Gäste sind immer da, ratschen und reden mit dem Gemeindeoberhaupt. Dieser direkte und regelmäßige Kontakt ist ganz nach dem Geschmack Wildfeuers : „Das ist gleichzeitig eine Art Bürgersprechstunde.“ Der „Dienst am Bürger“ steht für den 61-Jährigen an oberster Stelle. Denn es gelte, dafür zu sorgen, dass sich die Leute in der Gemeinde wohlfühlen. Schließlich verbrächten sie auch die meiste Zeit in der knapp 800 Einwohner zählenden Kommune.

Diese Projekte hat die kleine Gemeinde Daiting in den vergangenen Jahren verwirklicht

Wildfeuer ist seit 2014 im Amt. Die Bilanz falle insgesamt positiv aus, erklärt der Polizeibeamte, der seit etwa einem Jahr in Pension ist: „Mir macht das Spaß.“ Einiges habe in den vergangenen sechs Jahren verwirklicht werden können: Zusammen mit dem Landkreis wurden das Bett der Ussel in Daiting und die parallel dazu verlaufende Ortsdurchfahrt erneuert. Hinzu kamen ein außergewöhnlicher Dorfbrunnen und ein neu gestalteter Platz am sogenannten Kapellenbuck, wo einst die erste Kirche Daitings stand. Aktuell wird der Ausbau der Bindergasse inklusive Spielplatz abschlossen. All diese Projekte hätten für die kleine, finanzschwache Kommune große Herausforderungen dargestellt.

Wie der Bürgermeister nach dem Bürgerentscheid über die Solarparks denkt

Als Wildfeuer in seinem Hauptjob noch Polizeibeamter war, sei die Zeit für die Gemeinde schon knapp gewesen. Etwa 20 bis 30 Stunden pro Woche müsse er als ehrenamtlicher Bürgermeister aufwenden. Nun aber könne er das Amt „zu 100 Prozent ausüben“. In den vergangenen Monaten wurde in der Gemeinde viel diskutiert. Eigentlich sollten in dieser nach dem Willen des Gemeinderats einige Solarparks entstehen. Doch bei einem Bürgerentscheid lehnte eine knappe Mehrheit die Freiflächen-Photovoltaikanlagen ab. Daran sei die Kommune jetzt ein Jahr gebunden, so Wildfeuer. Der hat das Thema noch nicht abgehakt: „In einem Jahr soll der neue Gemeinderat mal schauen.“ Vielleicht finde sich dann eine Mehrheit wenigstens für einen Teil der Anlagen. Diese seien für ihn die Zukunft, betont der Bürgermeister, der am 15. März für die Freien Wählervereinigungen Daiting , Natterholz und Reichertswies/Unterbuch/Hochfeld erneut antritt – als einziger Kandidat. Es sei seine Aufgabe, nicht nur die nächste Amtszeit, sondern die nächsten 30 bis 40 Jahre im Blick zu haben.

Abwasserbeseitigung und Straße als künftige Aufgaben

Dies gelte auch bei der Abwasserentsorgung. Hier müsse bis 2026 eine Lösung gefunden werden – entweder ein Anschluss an das Klärwerk in Rennertshofen oder eine neue eigene Anlage. Auch der Neuausbau der Ortsverbindungsstraße Daiting – Gansheim müsse angegangen werden. In Unterbuch und Natterholz sollen Spielplätze entstehen. Ein neues Feuerwehrfahrzeug für Daiting ist bereits bestellt.

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