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26.10.2017

Damit Lernen wieder Freude bereitet

Gehirn-Gymnastik kann auf verschiedene Arten stattfinden. Unter anderem gibt es bestimmte Bewegungsabläufe oder Punkte, die die Gehirntätigkeit stimulieren.
Bild: dpa/ho (Symbolbild)

Wie kann man sich Dinge länger und besser merken? Eine Expertin nennt einfache Übungen für zu Hause und deren positive Auswirkungen.

Wer kennt diese Situation nicht: Eine Prüfung oder ein wichtiger Vortrag stehen an und plötzlich ist alles weg, man weiß nichts mehr. Um in stressigen Momenten besser reagieren zu können, gibt es Übungen fürs Gehirn, das sogenannte „Brain Gym“. Susanne Geldien beschäftigt sich schon lange mit dem Thema: „Im Grunde geht es darum, die Freude am Lernen wiederzuentdecken. Zu erkennen, was man selbst kann und welche Potenziale man hat“, erklärt sie.

Diese Methode helfe nicht nur Kindern in der Schule, sich den Lernstoff besser merken zu können, sondern auch Erwachsenen und Senioren, „die im Alter gehirnfit bleiben wollen“, sagt Geldien. Die Übungen seien ziemlich einfach und gut in den Alltag integrierbar, betont die begleitende Kinesiologin, die sich mit Bewegungsabläufen beschäftigt: „Wichtig ist, die Sinne mit einzubeziehen. Dabei helfen besonders Überkreuzübungen gut. Man hebt zum Beispiel das linke Bein und muss das Knie mit der rechten Hand berühren.“ Dies zwinge das Gehirn dazu, dass beide Hälften zusammenarbeiten, wodurch neue Nervenbahnen erschlossen werden. „Dies ist gerade in Stresssituationen hilfreich, weil da der Körper auf Kampf- und Fluchtmodus umschaltet und die Durchblutung zwischen den beiden Gehirnhälften nicht mehr so stark ausgeprägt ist“, erklärt Geldien. Grundsätzlich empfiehlt sie, alltägliche Dinge einmal anders zu machen, „zum Beispiel die Maus mit der schwachen Hand nehmen, das Navi auf dem Heimweg weglassen, versuchen, sich Telefonnummern zu merken.“

Auch die beliebten Kreuzworträtsel und Sudokus helfen laut der Expertin dabei, fit zu bleiben, allerdings sei eine Sache dabei entscheidend: Bewegung. „Dabei muss man keinen Höchstleistungssport betreiben, sondern ein täglicher Spaziergang genügt, denn jede Bewegung löst einen Denkvorgang in unserem Gehirn aus, der wiederum neue Synapsen erschließt. Je öfter man diese Abläufe übt, desto stabiler werden die Nervenbahnen“, stellt Geldien heraus. Wenn man häufig solche Übungen in den Alltag einbaut, treten schnell positive Effekte auf, so die Expertin: „Die Konzentrationsfähigkeit verbessert sich, man kann sich gelernte Dinge in stressigen Situationen besser merken, die ganzen Bewegungsabläufe und Motorik werden flüssiger.“

Abschließend hat Geldien noch einen Tipp an alle Eltern: „Man sollte Kinder einfach ausprobieren lassen. Es ist nicht gut, wenn die Eltern so übervorsichtig sind. Ich merke immer häufiger, dass Kindern sensorische Fähigkeiten fehlen, weil sie die Welt nicht mehr mit allen Sinnen entdecken dürfen – genau das sollten ihnen die Eltern aber ermöglichen.“

Vortrag Susanne Geldien spricht am Donnerstag, 26. Oktober, über dieses Thema und weitere Übungen im Café Hummel. Beginn ist um 19 Uhr, der Eintritt beträgt fünf Euro.

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