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Wemding

25.07.2017

Damit es in der Realschule nicht mehr so zugig ist

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Politiker, Planer und Rektor beim Spatenstich für ein über zwölf Millionen Euro teures Projekt in Wemding: Das Hauptgebäude der Realschule wird jetzt saniert.
Bild: Wolfgang Widemann

Das Hauptgebäude der Anton-Jaumann-Realschule in Wemding wird grundlegend saniert. Warum dies dringend nötig ist und wie bei dem Millionenprojekt vorgegangen wird.

Wenn der Winter kommt, müssen sich Schüler und Lehrer an der Anton-Jaumann-Realschule bisweilen warm anziehen. Weil sich in manchen Klassenzimmern Oberlicht-Fenster, die ein Stück weit offenstehen, weder schließen noch weiter öffnen lassen, kann es Rektor Heinz Sommerer zufolge ganz schön zugig werden: „Wenn man da eine Kerze auf dem Pult stehen hätte, wäre sie nicht lange an.“ Dieser Zustand soll sich in absehbarer Zeit ändern. Am Montagnachmittag fand der offizielle Spatenstich für die Sanierung des Hauptgebäudes der Schule statt. Bis Ende 2020 soll das Bauwerk grundlegend erneuert werden. Das kostet viel Geld.

Da es sich um eine staatliche Schule handelt, ist der Landkreis für das Gebäude verantwortlich. Landrat Stefan Rößle erinnerte daran, dass man „wahrlich enorm“ in die Schulen der Region investiere. In Wemding läute man nun „den Beginn des Endes der alten Schule“ ein. Rößle versprach: „Sie wird danach anders ausschauen.“

Der erste Entwurf war zu teuer

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An dem Bauwerk aus dem Jahr 1972 sei „vieles überholt und sanierungsbedürftig“. Kaputte Fenster und Jalousien stehen ganz oben auf der Mängelliste. Weil die anstehenden Arbeiten umfangreich sind, werde es nicht einfach, den Schulbetrieb (derzeit 731 Schüler in 29 Klassen) am Laufen zu halten. Dies sei sich nur mit „größtmöglicher Flexibilität bei der Raumbelegung“ zu bewerkstelligen. Trotz der teilweise lärmintensiven Arbeiten wolle man den Unterricht so wenig wie möglich beeinträchtigen.

Die Maßnahme ist in drei Bauabschnitte aufgeteilt, von denen jeder rund ein Jahr dauern soll. Erst kommt der nördliche Teil dran, dann von Mitte 2018 bis Mitte 2019 der südliche (wobei in dieser Phase viele Klassenräume betroffen sind) und schließlich der Aula-Bereich.

Ende 2020 soll das Projekt abgeschlossen sein. Die Kosten sind auf gut 12,1 Millionen Euro veranschlagt. Vom Staat sind Zuschüsse in Höhe von fast 4,8 Millionen Euro zu erwarten. Dies seien eine Million Euro mehr als ein Jahr zuvor möglich gewesen wären, so Rößle. Bekanntlich hätte das Vorhaben einem ersten Entwurf zufolge 18 Millionen Euro verschlungen – zu teuer, wie die Verantwortlichen im Kreis vor einem Jahr meinten. Folge: Die Beteiligten setzten sich zusammen und es wurde abgespeckt. Rößle merkte dazu an: „Wir wollen eine gute, schöne Schule haben, aber keinen Luxus.“

Der Wemdinger Bürgermeister Martin Drexler sagte, man habe lange auf diesen Tag gewartet. Die Anton-Jaumann-Realschule sei „die zentrale Realschule im Jura-Bereich“ und gehöre zu den renommiertesten im Landkreis. Rektor Sommerer erklärte: „Wir sind froh, dass wir das beginnen dürfen.“

Beim Spatenstich anwesend waren die beiden Bundestagsabgeordneten Gabriele Fograscher und Ulrich Lange, Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler, Bezirksrat Peter Schiele und einige Kreisräte. Planer der Sanierung ist das Architekturbüro Schlientz aus Nördlingen.

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