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Donauwörth

18.10.2019

Das Donauforum ist eröffnet

Das Festzelt, das neben den neuen Räumen des Donauforums aufgebaut wurde, zählte viele Gäste aus Öffentlichkeit und Politik bei der großen Eröffnung mit anschließendem Tag der offenen Tür. 
Bild: Foto: Daniela Graf

Die Stiftung Sankt Johannes stellte ihr neues Haus gestern mit einem Empfang und einem Tag der offenen Tür vor. Dort, in der Zirgesheimer Straße, wird Inklusion gelebt

Es war von „Edelstein“ und „Leuchtturmprojekt“ die Rede, bei der großen Eröffnung des Donauforums mit anschließendem Tag der offenen Tür in der Zirgesheimer Straße. Viele Vertreter aus Öffentlichkeit und Politik waren gekommen, um zu würdigen, was die Stiftung Sankt Johannes unter einem Dach vereint hat. „Donauforum“ heißt das Gebäude, welches aus der ehemaligen Kleiderkammer der Bundeswehr geschaffen wurde. Auch Carolina Trautner, Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, beglückwünschte sowohl die Stiftung, die Bewohner, als auch die Stadt und nannte Donauwörth „als ein Beispiel, neue Wege der Inklusion zu gehen“.

Die Namensgebung hat einen besonderen Grund

Roland Freiberger, Geschäftsführer der Stiftung Sankt Johannes, begrüßte die Gäste und gab erst einmal sein Mikrofon weiter an Bewohner des neuen Gebäudes, welche ihre Freude darüber zum Ausdruck brachten. Die Namensgebung hat zum einen den Grund, dass der Fluss Donau als „verbindendes Element“ (so Oberbürgermeister Armin Neudert) gesehen werden kann und zum anderen „Forum“ mit Begriffen wie „zentraler Platz, Handel, Begegnung, Vielfalt“ konnotiert. Das Donauforum als Ort, an dem gelebt und gearbeitet wird. Es beherbergt auf einer Grundstücksfläche von 4482 Quadratmetern, das Sozialkaufhaus SinnSalabim, das Jugendzentrum der Stadt Donauwörth, 30 Arbeitsplätze in Werkstätten für Menschen mit geistiger Behinderung, eine Tagesstätte für Menschen mit psychischer Erkrankung, eine Beratungsstelle des Integrationsfachdienstes Schwaben und zwei Wohngruppen: eine für Personen mit erworbener Hirnschädigung und eine weitere für solche mit geistiger Behinderung. Besonders für die Wohngruppe der Menschen mit erworbener Hirnschädigung gäbe es „kein adäquates Angebot“, so Freiberger. MdL Wolfgang Fackler hatte seit seinem Amtsantritt wohl „die meisten Einladungen von der Stiftung Sankt Johannes“. Wohnanlagen, Förderstätten und der Johannes Hof wurden gebaut und eröffnet, um nur ein paar zu nennen.

„Papst Franziskus hätte seine Freude gehabt“

Bezirkstagspräsident Martin Sailer bezeichnete das „ganz besondere Objekt“ als „aktiv, inklusiv und innovativ“. Nach Abschluss seiner Rede übergab er das Wappen an Roland Freiberger. Josef Miller, Staatsminister a. D. war sich sicher, dass „Papst Franziskus am Donauforum seine wahre Freude daran“ gehabt hätte. Den Aspekt der Nachhaltigkeit brachte Landrat Stefan Rößle neben den Glückwünschen mit ein und nannte das Sozialkaufhaus SinnSalabim als Beispiel, Dingen eine zweite Chance zu geben. „Der lange Atem hat sich gelohnt“, war sich Oberbürgermeister Armin Neudert sicher. Das Areal diene unter anderem auch der Städtebaulichen Aufwertung und er freue sich besonders, dass auch das Jugendzentrum hier eine „langfristige Bleibe“ gefunden habe.

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Nach den Grußworten übergab Architekt Rainer Wilhelm den Schlüssel an die Bewohner des Donauforums und das Haus wurde von Generalvikar Harald Heinrich und Johannes Heidecker gesegnet. Die Donauwörther Musikschule umrahmte den Tag musikalisch und nach einem herzhaften Mittagessen, durften alle Gäste die neuen Räumlichkeiten besichtigen. Von 14 bis 17 Uhr war auch die Bevölkerung eingeladen, den Tag der offenen Tür bei Kaffee und Kuchen im Festzelt mitzufeiern.

Weitere Informationen unter: www.sanktjohannes.com

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