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Holzheim

17.12.2020

Das „Haus für alle“ in Holzheim soll kleiner werden

So sieht der ursprüngliche Entwurf des Architekturbüros Kandler aus. Diese Version soll nun abgespeckt werden.

Plus Der Gemeinderat Holzheim will die Machbarkeitsstudie für das Gemeinschaftshaus neu überplanen lassen und damit die Kosten reduzieren.

An der Idee eines Bürgerzentrums in Holzheim – auch als „Haus für alle“ bekannt – soll weiter geplant werden. Das Projekt, das im Gemeinderat noch bis vor einem Jahr aus Kosten-Nutzen-Gründen sehr kontrovers diskutiert wurde, wird nun nicht mehr grundsätzlich infrage gestellt.

In der Gemeinderatssitzung am Dienstag sprachen sich alle Räte einstimmig dafür aus, das Konzept nochmals bedarfsorientiert zu überplanen und die Größe zu reduzieren, um die finanzielle Belastung für die Gemeinde zu senken. Der ursprüngliche Entwurf sieht ein Gebäude für 3,6 Millionen Euro vor, von denen nach Abzug von Zuschüssen rund 2,7 Millionen Euro als Anteil der Gemeinde bleiben.

Das Rathaus in Holzheim ist zu klein

„Wir brauchen definitiv eine Veranstaltungsstätte, einen Sitzungssaal und die Jugend braucht auch einen Treffpunkt“, sagte Bürgermeister Josef Schmidberger auf Anfrage unserer Zeitung. „Der Sitzungssaal im Rathaus, der jetzt lediglich noch als Trauzimmer und Besprechungsraum genutzt wird, ist zu klein, auch dann, wenn Corona vorbei sein wird.“ Mindestens 16 Personen müssen dort bei Gemeinderatssitzungen Platz finden und dann sei der Saal so voll, dass die Öffentlichkeit nicht mehr vernünftig hergestellt werden könne. „Diese Oberschenkel-an-Oberschenkel-Besprechungen wird es bei uns nicht mehr geben – auch nicht nach Corona“, erklärte Schmidberger. Derzeit nutzen die Ratsmitglieder die Mehrzweckhalle für ihre Sitzungen.

Vor etwa drei Wochen hat die Gemeinde deshalb wieder mit dem planenden Architekturbüro Bettina Kandler das Gespräch aufgenommen und sie mit einer überarbeiteten, abgespeckten Planung beauftragt. So könne man sich laut Bürgermeister Schmidberger etwa vorstellen, aus dem zweigeschossigen Gebäude ein ebenerdiges zu machen.

Erst im Frühling 2021 soll es neue Pläne geben

Festhalten will man daran, das gesamte Raiffeisen-Areal als eine Einheit zu überplanen. Aufgenommen werden sollen in die neuen Überlegungen auch die Ergebnisse aus Workshops und die Anregungen aus der Bürgerschaft, die beispielsweise im Rahmen einer Bürgerversammlung zur Sprache kamen. Gegebenenfalls soll die Bürgerschaft auch nochmals neu beteiligt werden. Bürgermeister Schmidberger rechnet damit, dass im ersten Quartal 2021 neue Pläne vorliegen könnten.

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