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Türkisch-Islamische

21.09.2011

Das Kulturhaus ist fertig

Das Kulturhaus der Türkisch-Islamischen Gemeinde in Donauwörth ist fertig. Am kommenden Sonntag wird es offiziell eröffnet.
Bild: Foto: Bissinger

Gemeinde Neubau wird am kommenden Sonntag offiziell eröffnet. Gebäudekomplex mit rund 1600 Quadratmetern hat 850000 Euro gekostet

Donauwörth Zuletzt hat sich die Eröffnung wegen des Ramadans verzögert, doch nun geht die Türkisch-Islamische Gemeinde in Donauwörth die offizielle Übergabe ihres bisher größten Projektes an: Das Kulturhaus in der Dillinger Straße ist fertig. „Wir wollten alles bis ins Detail fertig haben“, rechtfertigt Ahmet Saykal, der Vorsitzende, die verspätete Inbetriebnahme. Schon lange ist sichtbar, wofür die Gemeinde erhebliche Gelder investiert.

Rund 100000 Euro mehr als geplant hat das Kulturhaus verschlungen. Inzwischen haben sich die Kosten auf 850000 Euro summiert. „Aber das ist immer noch im überschaubaren Rahmen“, erklärt Saykal: Hätten die Mitglieder der Gemeinde nicht so tatkräftig selbst mit Hand angelegt, „wären es am Ende zwei Millionen gewesen, die uns das Projekt gekostet hätte“. Aber auch so ist man ein großes finanzielles Risiko eingegangen: Ein hoher Kredit lastet nun auf der Gemeinde.

Die Mitglieder wiederum waren bereit, höhere Mitgliedsbeiträge (Höchstsumme sind übrigens hundert Euro) zu schlucken und wie beim Bau des Gemeindehauses private Kredite zu geben. Saykal: „Dadurch haben wir die Kosten deutlich drücken können.“

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Der Platz für das Kulturhaus ist hinter der Moschee in der Dillinger Straße. Feierte die Gemeinschaft bislang ein Fest, musste sie in der Moschee essen. „Das war unerträglich“, erklärt Saykal, weil die Moscheebereiche schließlich zwischen Männern und Frauen getrennt seien. Kennt man den Glauben der Muslime, weiß man, dass ihnen dies bislang ein Dorn im Auge war. Herzstück des neuen Kulturhauses ist ein Konferenzsaal mit rund 400 Quadratmetern Fläche und Platz für 380 Sitzplätze. Dort will der Verein Versammlungen abhalten, gemeinschaftliche Treffen und die Möglichkeit haben, Theaterstücke aufzuführen oder Konzerte zu organisieren. Interessenten können den Saal aber auch für ihre Zwecke mieten. Saykal: „Das würde uns freuen und wäre auch ein Stück Integration, gelebtes Miteinander.“

1600 Quadratmeter

Insgesamt stehen in dem Gebäudekomplex rund 1600 Quadratmeter zur Verfügung. Im Keller des Neubaus wurden Räume für die Jugend geschaffen. Dort finden sie Unterhaltungsmöglichkeiten, „um ihnen das Aufwachsen in einem behüteten Rahmen zu ermöglichen“. Auch Spielmöglichkeiten wird es geben. Schließlich hat der Verein mit seinen 320 Mitgliedern ein Restaurant angegliedert. Dort gibt es täglich, mit Ausnahme von Freitag, künftig typisches türkisches Essen. Dazu wurde ein Koch verpflichtet. „Auch deutsche Gäste sind herzlich willkommen“, nimmt Saykal alle Schwellenängste.

Die Eröffnung am kommenden Sonntag, 25. September, erfolgt ab 14 Uhr in einem Festakt, zu dem auch der türkische Generalkonsul Hidayet Eris und Botschafts-Attachee Dr. Ali Ünal erwartet werden. Auch die nordschwäbischen Mandatsträger sind eingeladen. Vom Dachverband der religiösen Gemeinschaft aus Köln und Ankara werden Gäste erwartet. Auch Deutsche sind eingeladen. (bih)

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