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Donauwörth

30.01.2019

Das Tanzhaus wird für den Fasching wieder geöffnet

In der Saison 2019 wird der IFD vier seiner fünf großen Faschingsveranstaltungen im Tanzhaus durchführen. Doch dafür müssen allerdings Sicherheitsvorgaben erfüllt werden.
Bild: Foto: Barbara Wild

Die Faschingsinitiative kann für ihre Veranstaltungen in den Stadtsaal – unter hohen Auflagen. Ein Gutachten soll jetzt die Bausubstanz des Hauses klären.

Die Stadt Donauwörth hat der Faschingsinitiative Donauwörth ermöglicht, vier Veranstaltungen im Stadtsaal des Tanzhauses abzuhalten. Das ist nur unter hohen Auflagen möglich, weil die Stadt aktuell keine Genehmigung hat, den Saal als Veranstaltungsort zu betreiben.

Maximal 400 Personen im ganzen Gebäude

Folgende Bedingungen muss der Faschingsverein nun erfüllen. Maximal 400 Personen dürfen sich gleichzeitig im gesamten Gebäude aufhalten. Das ist weniger ein Problem bei einem bunten Abend, denn da sitzen in dem bestuhlten Saal etwa 300 Gäste. „Zusammen mit den Aktiven des Vereins kratzen wir aber dann doch deutlich an der 400. das kriegen wir gerade so hin“, sagt IFD-Präsident Ulrich Reitschuster. Bei der Faschingsparty nach dem Umzug durch die Reichsstraße, bei der normalerweise bis zu 700 Personen im Tanzhaus feierten, wird es schon schwieriger. Der Verein muss auf eigene Kosten sechs Sicherheitsleute engagieren, die am Eingang die Zahl der Gäste im Blick haben und den Einlass stoppen können.

Zwei Feuerwehrleute in Uniform

Zudem müssen bei jeder Veranstaltung zwei Feuerwehrleute in Uniform im Saal sein, die per Funk permanent mit der Leitstelle verbunden sind. Die Feuerwehr Donauwörth werde das ehrenamtlich übernehmen, so Reitschuster. Auch eine Nebelmaschine darf aus Brandschutzgründen nicht verwendet werden.

Da die Stadt nur sechs Veranstaltungen pro Jahr im Stadtsaal ermöglichen kann und das Seniorenkonzert und der Ostereiermarkt gesetzt sind, muss die IFD mit der fünften Faschingsveranstaltung, dem Kinderfasching, in das Vereinsheim des Türkischen Kultur- und Sportvereins Donauwörth ausweichen. „Hätten wir gewusst, welcher Aufwand es ist, unsere Veranstaltungen im Tanzhaus zu realisieren, wäre es vielleicht besser gewesen, gleich auf einen anderen Veranstaltungsort zu setzen“, sagt Reitschuster. Ursprünglich war der Plan, 2019 in der Neudegger Halle zu feiern. Nachdem der Verkauf des Tanzhauses vom Tisch war, hatte man sich mit der Stadt geeinigt, im Saal zu bleiben. „Da kennen wir uns einfach aus“, sagt Reitschuster. „Und der Gast wird keine Veränderung merken.“

Eine Stadthalle wäre "längst überfällig"

Doch angesichts der ungewissen Zukunft des Tanzhauses würden Reitschuster und sein Verein den Vorstoß von OB-Kandidat Michael Bosse, eine Stadthalle zu realisieren, sehr begrüßen. „Das ist eigentlich längst überfällig“, sagt er. Aber er glaubt nicht daran, dass die Stadt dies parallel zur Sanierung des Tanzhauses stemmen kann.

Wie es mit dem Gebäude nun konkret weitergeht, ist nach wie vor offen. Auch wenn die öffentliche Informationsveranstaltung zum Tanzhaus wegen einer schweren Grippe des Oberbürgermeisters Armin Neudert (CSU) entfallen musste – trotzdem haben sich die Stadträte unter der Regie von Bürgermeister Jörg Fischer (SPD) mit dem Thema befasst. In zwei nicht öffentlichen Sitzungen des Finanzausschusses haben die Gremiumsmitglieder ausführlich das weitere Vorgehen diskutiert.

Zwar hatten wohl einige Stadträte gehofft, vonseiten der Verwaltung über den baulichen Zustand des Gebäudes informiert zu werden. Doch das war nicht der Fall. Denn bisher gibt es wohl kein Gutachten oder eine Expertise, die die bauliche Substanz des in den 70er-Jahren gebauten Tanzhauses darstellt. Allein die Tiefgarage wurde bereits im Jahr 2010 und dann angesichts des Kaufinteresses der Erwin Müller Holding aus Buttenwiesen untersucht. Das Ergebnis: Mehr als eine Million Euro müsste investiert werden, um die Tiefgarage wieder in Schuss zu bringen.

Stadträte fordern Gutachten

Bevor die weitere Nutzung des Tanzhauses festgelegt werden kann, forderten die Mitglieder des Finanzausschusses nun ein Gutachten über die Bausubstanz und den Zustand des Daches. Die Verwaltung soll ein solches in Auftrag geben, wurde beschlossen. Parallel will man über ein Nutzungskonzept nachdenken.

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