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Otting

24.01.2020

Das größte Projekt in der Geschichte der Gemeinde

Die Gemeinde Otting steht vor einer Rekordinvestition. Kanalisation und Trinkwasserleitungen werden erneuert.
Foto: Wolfgang Widemann (Symbolbild)

In Otting werden die Kanalisation und die Trinkwasserleitungen erneuert. Das verschlingt über sechs Millionen Euro.

Das Dorf Otting verwandelt sich in absehbarer Zeit in eine Baustelle. Voraussichtlich sobald die Frostperiode vorbei ist, startet das wohl größte Projekt in der Geschichte der Kommune. Zum einen wird der Abwasserkanal teilweise saniert und teilweise erneuert. Parallel dazu bekommt der Ort ein neues Trinkwasserleitungsnetz. Die Kosten summieren sich auf rund 6,2 Millionen Euro.

Nachdem der Gemeinderat Ende 2019 bereits den Auftrag für die Trinkwasserleitungen vergeben hatte, waren nun die Kanalarbeiten an der Reihe. Auch hier bekam die Firma Heuchel aus Nördlingen den Zuschlag. Die Bagger sollen – wie bereits erwähnt – im zeitigen Frühjahr anrücken. Das Projekt muss dann nach Auskunft von Bürgermeister Johann Bernreuther bis Mitte 2021 abgeschlossen sein. Daran sei eine staatliche Förderung von über 50 Prozent geknüpft.

Wie viel müssen die Bewohner bezahlen?

Die Zuschüsse machen es Bernreuther zufolge möglich, dass sich die Belastung der Bürger im Rahmen halten werde. Allerdings sei noch unklar, wie viel die Ottinger am Ende aus eigener Tasche beitragen müssen. Nach dem Willen des Gemeinderats sollen die Bewohner ihren Anteil zum Teil über Beiträge, zum Teil über höhere Gebühren tragen. Ob beziehungsweise, in welchem Verhältnis und in welcher Höhe dies geschieht, müssten die weiteren Berechnungen ergeben.

Der Abwasserkanal sei auf einer Reihe von Abschnitten marode. Es dringe viel sogenanntes Fremdwasser aus dem Boden in die Kanalisation ein. Der Anteil belaufe sich auf rund 40 Prozent – ein extrem hoher Wert, so Bernreuther. Durch die Sanierung und Erneuerung wolle man den Fremdwasseranteil auf 25 Prozent senken. Ursprünglich hatte die Kommune hauptsächlich das Kanalsystem im Auge. Im Laufe der Planungen habe sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass bei dieser Gelegenheit auch gleich die Trinkwasserleitungen neu verlegt werden sollten. Die bestehenden sind nach Informationen des Bürgermeisters 40 bis 50 Jahre alt und es komme immer wieder zu Rohrbrüchen.

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