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14.02.2018

Das ist beim Fasten zu beachten

Wer fastet, verzichtet auf Essen und trinkt vor allem viel.
Bild: wkf

Expertin erklärt, für wen das Thema ein Tabu sein sollte

Eine üppige Geburtstagstorte oder ein fürstliches Fünf-Gänge-Menü – danach hat manch einer das Gefühl, seinem Körper etwas Gutes tun zu können, indem er ihm die Nahrung entzieht. Gerade im Frühjahr entscheiden sich viele Menschen fürs Fasten. Sie verbinden mit dem zeitweiligen Verzicht auf feste Nahrung die Erwartung, überflüssige Pfunde zu verlieren, den Körper zu entschlacken und den Geist zu reinigen. Oft geht damit auch die Erwartung einher, Beschwerden wie etwa Haut- und Gelenkerkrankungen zu lindern. Fasten ist in. Doch der gesundheitliche Nutzen ist wissenschaftlich oft nicht ausreichend belegt.

Cornelia Zink, Ernährungsberaterin bei der AOK Donauwörth, sieht vor allem einen psychologischen Effekt in der Enthaltsamkeit: „Ich bezwinge meinen Hunger und die Gelüste, das stimmt mich positiv.“ Dieser positive Schwung kann gut dazu genutzt werden, ein kurzes Fasten zum Auftakt für eine gesündere Lebensweise zu nutzen. Tabu ist das Langzeitfasten für Kinder sowie für Schwangere, stillende Mütter, Genesende und für Menschen, die an Krebs, Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einer Schilddrüsenüberfunktion oder anderen Erkrankungen leiden. Auch die veränderte Wirkung von Medikamenten sollte vor dem Fasten stets mit dem Arzt besprochen werden.

Und selbst für vollkommen Gesunde gilt: Das Fastenvorhaben sollte immer zuerst mit dem Hausarzt besprochen und von ihm begleitet werden, da der abrupte Verzicht auf Nahrung auch für Gesunde eine Belastung bedeutet. Hat der Arzt zugestimmt? Dann sollte man die Fastentage in eine Zeit, in der man Urlaub hat oder beruflich nicht so eingespannt ist, legen. Familie und Freunde sollten Bescheid wissen, vielleicht fastet der Partner sogar mit. Was ist während des Fastens mit dem Körper passiert? Da ihm kaum mehr Energie zur Verfügung gestellt wurde, hat sich der gesamte Stoffwechsel umgestellt. Die notwendige Energie hat der Körper aus seinen eigenen Depots gezogen, zunächst aus dem Muskeleiweiß, anschließend aus den Fettdepots.

Dadurch verliert der Körper an Gewicht. Um die verlorenen Pfunde nicht binnen kurzer Zeit wieder auf den Rippen zu haben, sollte das Fasten als Start zu einer gesünderen Lebensweise genutzt werden. „Jetzt ist eine gute Gelegenheit, im Alltag Ernährung und Bewegung dauerhaft positiv umzustellen“, sagt Cornelia Zink. Nur so lasse sich der Jo-Jo-Effekt aus ständigem Ab- und Zunehmen langfristig verhindern.

Statt auf Nahrung zu verzichten, beschließen manche Menschen, eine Zeit lang keinen Alkohol zu trinken oder keine Süßigkeiten zu naschen. Das ist zwar kein Fasten im eigentlichen Sinne und es ist auch keine Vorbereitung notwendig – trotzdem hat man etwas für seine Gesundheit getan. (dz)

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