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Gemeinderat

11.12.2018

Das sind die Kosten für den Kindergarten

Der Kindergarten in Rögling soll saniert und umgebaut werden, um dauerhaft Platz für eine zweite Gruppe zu bieten.
Bild: Tanja Sonntag

In Rögling stehen Sanierung und Umbau an. Was bei Kommune hängen bleibt

Die Sanierung und der Umbau des Kindergartens in Rögling wird voraussichtlich gut 370000 Euro kosten. Das gab Bürgermeisterin Maria Mittl im Gemeinderat bekannt. Manches Ratsmitglied murrte wegen der hohen Summe, am Ende fasste das Gremium aber die nötigen Beschlüsse, um das Projekt voranzubringen.

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Nach Angaben der Bürgermeisterin hat der von der Kommune beauftragte Architekt die Kosten aufgelistet, die wohl anfallen werden. Wie berichtet, wurde im Kindergarten im September eine zweite Gruppe eröffnet. Die ist provisorisch im oberen Turnraum untergebracht, der dafür hergerichtet wurde. Um eine dauerhafte Lösung zu haben, soll der Turn- zu einem Gruppenraum umgestaltet werden. Maria Mittl zählte die weiteren Maßnahmen auf: Überdachung am Eingang, ein barrierefreier Zugang mittels einer Rampe, eine Fluchttür am unteren Gruppenraum, Brandschutzfenster an der Fluchttreppe, Austausch der 40 Jahre alten Fenster, eine kindgerechte Toilette und ein Personal-WC im Obergeschoss, die energetische Sanierung des Bodens auf dem Speicher und eine neue Heizung. Es sei angedacht, das Vorhaben in drei Bauabschnitten zu verwirklichen. 2019 könnte man mit den Toiletten beginnen. Demnächst finde dazu ein Gespräch mit dem Architekt und dem Gemeindebaumeister statt. Für das Projekt kann die Gemeinde diverse Zuschüsse erwarten, sodass sie am Ende wohl nur 124000 Euro selbst tragen muss. Möglicherweise leistet der Bürgermeisterin zufolge auch noch die Diözese einen finanziellen Beitrag.

Mehrere Gemeinderäte warnten vor einer weiteren Kostenexplosion und kritisierten die bereits extrem gestiegene Summe. Ursprünglich sei man von rund 150000 Euro ausgegangen. Es wurde auch der Wunsch geäußert, nochmals mit dem Architekten zu reden und eventuelle Einsparmöglichkeiten auszuloten. Andererseits hieß es, die baulichen Vorgaben ließen kaum Gestaltungsspielraum. Gerhard Leinfelder, Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Monheim, riet dazu, spätestens im Februar oder März auszuschreiben, um vernünftige Preise für die Zeit der Sommerferien zu bekommen.

Der Gemeinderat beschloss gegen zwei Stimmen, den Bauantrag beim Landratsamt einzureichen. Einstimmig fiel der Beschluss für den Zuschussantrag aus, den die Kommune bei der Regierung von Schwaben stellt.

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